Bielefeld/Lübbecke Feuerwehrmann als Brandstifter entlarvt

Im Juni 2012 offenbar drei Brände in Lübbecke gelegt

VON TYLER LARKIN

Bielefeld/Lübbecke. Ein ehemaliges Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr soll im Sommer 2012 mindestens drei Brände gelegt haben und wird in Kürze vor dem Amtsgericht Lübbecke angeklagt. Wie die Staatsanwaltschaft Bielefeld mitteilte, soll der 32-jährige Lübbecker im Juni drei Container mit Altkleidern und Papier angezündet haben, wobei ein Schaden von circa 1.600 Euro entstand. Die Anklage lautet auf dreifache Sachbeschädigung.

Am 7. Juni 2012 rückte die Feuerwehr gleich zweimal zu Containerbränden aus, in den frühen Morgenstunden des 24. Juni (3.29 Uhr) ebenfalls zu einer Altkleider-Sammelstelle. "Die Einsätze kamen uns zu ähnlich vor und wir haben dann etwas recherchiert", sagte gestern Feuerwehrchef Christoph Stallmann. Nachdem er von der Führung der Lübbecker Wehr auf die Brände angesprochen wurde, gab der 32-Jährige die Taten zu und wurde aus den Reihen der Feuerwehr entlassen. Stallmann erstattete anschließend Anzeige.

In unmittelbarer Nähe zum Wohnort des Verdächtigen hat es kürzlich mehrfach gebrannt. Am Abend des 8. Januar fing ein Kinderwagen im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Händelstraße Feuer. Die Brandermittler der Kripo fanden später Hinweise auf Brandstiftung. Die Feuerwehr evakuierte 19 Menschen aus dem Gebäude. Am 10. September 2012 brannte ein Pkw in einer Garage in der Heimstättenstraße. Weiterhin ungeklärt sind zwei Brände am frühen Morgen des 17. Januar. Ein Firmenwagen im Industriegebiet sowie ein leerstehendes Haus in Stockhausen wurden eindeutig in Brand gesteckt. Die Polizei sieht bislang keinen Zusammenhang zwischen den Taten.

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