Die Landwirte bringen ihre Getreideernte zur Genossenschaft in den Getmolder Hafen. Hier wird ihre Ladung geprüft, weiter bearbeitet und in den vier großen Silos gelagert. - © FOTOS: JOST STRAUBE
Die Landwirte bringen ihre Getreideernte zur Genossenschaft in den Getmolder Hafen. Hier wird ihre Ladung geprüft, weiter bearbeitet und in den vier großen Silos gelagert. | © FOTOS: JOST STRAUBE

PR. OLDENDORF-GETMOLD Tonnenschweres Saatgut

In riesigen Getreidesilos lagert die Ernte des Sommers

VON JOST STRAUBE

Pr. Oldendorf-Getmold. Weithin sichtbar stehen vier große Getreidesilos an der Kaimauer im Pr. Oldendorfer Hafen. Die Landwirtschaftliche Genossenschaft Lübbecker Land AG hatte jeweils zwei dieser Kolosse in den Jahren 2005 und 2006, in Getmold, aufstellen lassen.

Rund 1.800 Tonnen Getreide fasse einer dieser Silos, erklärt Ingo Schmalgemeier. Zusammen mit drei weiteren Kollegen hat er jetzt in der Zeit der Weizenernte alle Hände voll zu tun. Die Landwirte kommen mit ihren Treckergespannen nach Getmold in den Hafen und werden dort gewogen.

Dann zieht Ingo Schmalgemeier oder einer seiner Kollegen eine Probe mit einem überdimensionalen Staubsauger. Diese Warenprobe wird dann auf Reinheit und Feuchtegrad untersucht. Wenn nötig, kann das Getreide vor Ort getrocknet werden. Das alles ist entscheidend für den Preis, den der Landwirt für seine Lieferung erhält.

Das Getreide wird dann in den riesigen Silos gelagert. Je nach Saison sind dort vorrangig Raps, Gerste oder Weizen zu finden.

Von Getmold aus wird es dann mit Lastwagen und Schiffen zu den Kunden gebracht, ob als Saatgut, Futtermittel oder zur Weiterverarbeitung an Mühlen. Am Standort in Getmold wird eine moderne Saatgutreinigung und -beizanlage betrieben. Ein Großteil des vermarkteten Saatguts wird von heimischen Landwirten angebaut und am Standort in Getmold zu "zertifiziertem Saatgut" aufbereitet. Somit erfolgt eine Eigenkontrolle über den Qualitätsstand des Saatguts.

Am Kanalhafen in Getmold werden aber auch Düngemittel und Kalke aus den Produktionen der Industrie direkt über die Wasserstraße des Mittellandkanals angeliefert. Die Landwirte haben so die Möglichkeit, die Düngemittel direkt vom Schiff abzuholen.

Die vier markanten Silos sind mittlerweile zu einem Erkennungszeichen des Hafens in Getmold geworden. "Die vier vom Kanal" nennen die Anwohner diese "Türme", in Anlehnung an ein touristisches Motto der Pr. Oldendorfer Ortsteile Schröttinghausen, Hedem, Lashorst und Getmold.

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