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Die Parkplätze des Bethauses der Mennoniten-Brüdergemeinde werden bislang nur über die Alsweder Landstraße erschlossen. Rund 60 der 101 neuen Stellplätze sollen ebenfalls über diesen Weg erreichbar sein. - © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR
Die Parkplätze des Bethauses der Mennoniten-Brüdergemeinde werden bislang nur über die Alsweder Landstraße erschlossen. Rund 60 der 101 neuen Stellplätze sollen ebenfalls über diesen Weg erreichbar sein. | © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR

ESPELKAMP Brüdergemeinde hat Zulauf

Mennoniten-Gemeinde Alsweder Landstraße bekommt 101 Parkplätze mehr

VON KARSTEN SCHULZ
09.11.2011 | Aktualisiert vor 0 Minuten
Im Spiegel ist der künftige Parkplatz zu sehen, der über den Thorner Weg erschlossen wird. - © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR
Im Spiegel ist der künftige Parkplatz zu sehen, der über den Thorner Weg erschlossen wird. | © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR

Espelkamp. Die alteingesessenen katholischen und evangelischen Gemeinden schrumpfen zusehens. Sie müssen ihre Kirchen sogar verkaufen, wie erst vor drei Jahren die evangelische Martinsgemeinde. Andere Glaubensgruppen haben Zulauf. Wie die Mennoniten-Brüdergemeinde an der Alsweder Landstraße, die mehr (Park)-Raum für die größer werdende Gemeinde benötigt. Im Ausschuss für Stadtentwicklung gab es gestern Abend – bei nur einer Enthaltung – dazu den Segen der Politiker aus allen Parteien.

Allerdings ist dieser mit einigen Auflagen verbunden. So muss ein fünf Meter breiter Grünstreifen zur Wohnbebauung im Norden geschaffen werden, um diese vor den Emissionen der an- und abfahrenden Pkw zu schützen. Außerdem ist ein sechseinhalb Meter breiter schützenswerter Baumbestand an Thorner Weg entdeckt worden, der auch so erhalten werden muss. Entstehen sollen zwei Stellflächenbereiche. Einer mit 40 Einstellplätzen soll angeschlossen werden über die Sackgasse Thorner Weg, der andere mit 61 Flächen ist von der Alsweder Landstraße, also direkt über das vorhandene Grundstück der Mennoniten-Brüdergemeinde, zu erschließen. Beide Stellflächen dürfen keine Verbindung zueinander haben, damit kein Schleichverkehr entsteht.

Stadtoberbaurat Heiner Brockhagen hatte den Politikern zuvor mitgeteilt, dass zuvor ein Schallgutachten für den Thorner Weg erstellt worden sei. Dies habe selbst die niedrigeren Grenzwerte für Lärm für ein reines Wohngebiet noch unterschritten. Sichergestellt werden muss auch eine "durchgehende" Begrünung der neuen Stellflächen. Ebenso müssen die neuen 101 Stellplätze mit Rasengittersteinen befestigt werden, so dass die Versiegelungsflächen so gering wie möglich ausfallen.

Die Erweiterungsfläche konnte deshalb für neue Parkplätze zur Verfügung gestellt werden, weil die Aufbaugemeinschaft bereits 2010 die Gebäude Thorner Weg 3,4 und 5 abgerissen hatte. Sie stellte der Mennoniten-Brüdergemeinde die Fläche, auf der das Gebäude Thorner Weg 5 stand, zur Verfügung. Für die restlichen Abrissflächen befinden sich laut Bauverwaltung, "noch Konzepte in Arbeit". Brockhagen zerstreute die Befürchtung eines Politikers, die Situation am Thorner Weg würde zu unübersichtlich mit dem neuen Parkplatz.

Es würden, so der Fachbereichsleiter, jetzt nicht mehr Pkw die Straße benutzen als vorher durch die nachgelagerte Bebauung. Hinweise, die neuen Flächen könnten für Erweiterungen genutzt werden, erteilte er eine Absage: "Die Genehmigung ist ausdrücklich für die Nutzung Stellplätze erteilt worden. Für weitere Pläne müsste der Bebauungsplan geändert und damit wieder im Ausschuss beraten werden."

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