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Im Cockpit eines Mobils informierte Helmut Richter (l.) gestern auch Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak über den neuen Stellplatz. Im Hintergrund ist der Neubau zu sehen, in dem neben Sanitär-Anlagen auch ein Tourismus-Büro eingerichtet wird. Das Büro wird von Jana Rauschenbach betreut. - © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR
Im Cockpit eines Mobils informierte Helmut Richter (l.) gestern auch Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak über den neuen Stellplatz. Im Hintergrund ist der Neubau zu sehen, in dem neben Sanitär-Anlagen auch ein Tourismus-Büro eingerichtet wird. Das Büro wird von Jana Rauschenbach betreut. | © FOTO: JOERN SPREEN-LEDEBUR

Stemwede-Levern "Beitrag für die Region"

Helmut Richter eröffnet Wohnmobil-Stellplätze in Levern

VON JOERN SPREEN-LEDEBUR VON JOERN SPREEN-LEDEBUR
14.04.2011 | Stand 13.04.2011, 20:23 Uhr

Stemwede-Levern. Die Gemeinde Stemwede wird um ein touristisches Angebot reicher. Am 1. Mai eröffnet Helmut Richter an der Schröttinghauser Straße Stellplätze für Wohnmobile. Angetan von dieser Initiative war gestern auch Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak.

Helmut und Ursula Richter sind selbst begeisterte Wohnmobilisten. Kreuz und quer waren sie in Europa unterwegs. Im vergangenen Jahr erkundete das Ehepaar während einer Tour an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste diverse Stellplätze – und war in der Regel nicht sonderlich zufrieden. Viele Plätze seien abgelegen oder schlecht befestigt und hätten eine schlechte Infrastruktur gehabt, sagte Richter. Für Wasser und Strom habe man dort immer Kleingeld haben müssen – auch für die Duschen.

"Jetzt plane ich einen Platz, wie ich ihn selbst gern hätte", dachte sich Richter damals. Das hat er nun in die Tat umgesetzt. Auf dem Gelände neben dem Rila-Stammsitz sind befestigte 36 Wohnmobil-Stellplätze entstanden. Insgesamt könnten wohl bis zu 50 Mobile auf dem rund einen Hektar großen Areal untergebracht werden, sagte Richter gestern. Alle Plätze hätten Stromanschluss. Es gibt einen Wasseranschluss, Brunnenwasser kann zum Spülen verwendet werden. Der Platz ist Tag und Nacht eröffnet.

Bis zur Einweihung mit einem Country-Fest am 1. Mai soll auch ein Betriebsgebäude fertig gestellt sein. Darin sind nicht nur Sanitär-Anlagen sowie ein Waschraum untergebracht. Auch ein Büro wird eingerichtet. Rila-Mitarbeiterin Jana Rauschenbach wird das betreuen und die Wohnmobilisten über alle touristischen Angebote in der Region informieren.

Das gilt für den nahe gelegenen historischen Leverner Ortskern und weitere Möglichkeiten in Stemwede. Das gilt aber auch für Ausflugsziele an der Weser und im benachbarten Osnabrücker Land. Den Gästen würden die Ziele in der gesamten Region vorgestellt, sagten Richter und Rauschenbach. Angebote sollten vernetzt werden und ineinander greifen. Das gelte für Wohnmobilisten, aber auch für Radfahrer.

Wie die Gemeinde das neue Angebot beurteilt

Mit umliegenden Firmen hat Richter gesprochen, wenn ein Wohnmobilist mal eine technische Panne an seinem Fahrzeug haben sollte. Heimische Firmen könnten dann Hilfe leisten. Eng arbeitet Richter auch mit seinem Nachbarn Ingo Weber vom Wassersportzentrum Levern zusammen. Dort gibts Bootsbau. Und Bootsbau und Wohnmobilbau seien identisch, so Richter.

Helmut Richter und sein Sohn Bernd verstehen die neue, rund 300.000 Euro teure Anlage als einen "Beitrag für die Region". Man wolle eng mit der Gemeinde zusammenarbeiten. Ähnlich sah das gestern auch Bürgermeister Rybak. Er sprach von einem "Rundum-Sorglos-Wohlfühlpaket". Die Vernetzung in der Region sei perfekt.

"So etwas hat hier gefehlt", meinte Rybak hinsichtlich des neuen Angebots in Levern. Mitunter habe jeder, der touristisch tätig sei, das allein gemacht. Wichtig sei es, wie im Fall des Angebots unweit der Firma Rila, ein Netzwerk zu schaffen. Das allein, was man in Stemwede habe, reiche nicht aus. Man müsse die gesamte Region berücksichtigen, sagte Rybak.
     

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