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Cemal Akköse, Vorsitzender Hasan Aksul und Vorsandsmitglied Yilmaz Gökceltik blicken auf das Plakat zur Veranstaltung. - © FOTO: KARSTEN SCHULZ
Cemal Akköse, Vorsitzender Hasan Aksul und Vorsandsmitglied Yilmaz Gökceltik blicken auf das Plakat zur Veranstaltung. | © FOTO: KARSTEN SCHULZ

Espelkamp Bereit für den Dialog

Türkisch-Islamische Gemeinde Espelkamp lädt zu großer Info-Veranstaltung ins Bürgerhaus

VON KARSTEN SCHULZ
29.03.2011 | Stand 28.03.2011, 19:44 Uhr

Espelkamp. Der Vorstand der Türkisch-Islamischen Gemeinde Espelkamp ist zuversichtlich, dass viele Menschen ihrer Einladung ins Bürgerhaus folgend werden. Deshalb haben sie für Sonntag, 3. April, von 18 bis 21 Uhr auch den großen Saal gebucht, um über ihre Religion, den Islam, zu informieren.

Das machten Vorsitzender Hasan Aksul und Vorstandsmitglied Yilmaz Gökceltik im Gespräch mit der NW jetzt deutlich. "Wir wollen alle Menschen in Espelkamp und im Umland dazu einladen. Es geht uns darum, richtig über unseren Glauben und die Kultur zu informieren", machten beide deutlich.

Sie nennen ihre öffentliche Veranstaltung "Schulterschluss für den Dialog" und weisen damit umso stärker auf ihre Absicht hin, allen in Espelkamp wohnenden Menschen die Hand zu reichen. Es geht ihnen nicht darum, die Unterschiede zwischen den großen Weltreligionen aufzuzeigen und damit möglicherweise Gräben aufzureißen sondern die Gemeinsamkeiten. Jeder, der zum Dialog bereit ist, soll die Möglichkeit haben, Fragen zu stellen. Deshalb haben die Organisatoren die Fragerunde auch auf zwei Stunden ausgedehnt.

In der ersten Stunde werden drei Referenten jeweils 20-minütige Statements abgeben und dabei auch schon auf die aktuelle gesellschaftliche Diskussion in Deutschland eingehen. Dafür konnte die heimische Gemeinde namhafte Referenten gewinnen. Es sind dies zwei Islam-Theologen, die vom Dachverband der Türkisch-Islamischen Gemeinden mit Sitz in Köln angefordert worden sind. Es handelt sich um Mehmet Soyhun und Suayip Seven, der für den Dachverband vor allem für den Arbeitsbezirk Münster zuständig ist.

Der evangelische Pfarrer Eberhard Helling aus Lübbecke wird mit am Referententisch sitzen und ebenfalls einen Beitrag zur aktuellen Islam-Debatte geben.

"Wir hatten schon länger vor, eine solche Veranstaltung anzubieten, sagte Yilmaz Gökceltik. So wolle man jetzt tatsächlich und vor allem professionell darüber informieren, was der Islam ist.

Er verwies in diesem Zusammenhang auf eine "missglückte" Info-Veranstaltung des "Arbeitskreises Islam" im Oktober 2010 in der Espelkamper Stadtbücherei (die NW berichtete). Wahrheitsgemäß wollen und sollen unter anderem die Referenten darüber Auskunft geben, was es mit dem Kopftuchgebot und der Stellung der Frau im Islam auf sich habe. Auch andere immer wieder gestellte Fragen werden beantwortet. Die Türkisch-Islamische Gemeinde hat zu dieser Veranstaltung alle Schulen und Kindergärten, den Bürgermeister, den Rat der Stadt, die Kirchengemeinden und sogar den Landrat eingeladen. Auch die Integrationsbeauftragten der Stadt und des Kreises sind eingebunden. "Wir hoffen auf eine anregende und vor allem fruchtbare Diskussion", freuen sich Gökceltik und Aksul auf möglichst viele Zuhörer und Diskutanten.

     

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