LÜBBECKE Bürgermeister vertraut Mitarbeiter

Witte stellt sich vor stellvertretenden Kämmerer

Lübbecke (fha). Nach der durch den grünen Fraktionsvorsitzenden Heinrich Stenau ausgelösten Diskussion um den stellvertretenen Stadtkämmerer Thomas Meyer, kündigt Verwaltungs-Chef Eckhard Witte (CDU) Konsequenzen an: "Was Herr Stenau im öffentlichen Teil der Ratssitzung über Herrn Meyer gesagt hat, gehört nicht in die Öffentlichkeit." Personalfragen müssten zwingend in nichtöffentlichen Sitzungen diskutiert werden. Diese Ansicht vertrat Witte gestern im Gespräch mit der NW. In der nächsten Bürgermeisterrunde, an der auch die Fraktionsvorsitzenden teilnehmen, werde er die Vertreter der im Rat vertretenen Parteien entsprechend aufklären.

Witte bezieht sich unter anderem auf die Geschäftsordnung für den Rat und die Ausschüsse der Stadt Lübbecke. In Paragraph sieben heißt es beispielsweise: "Für folgende Angelegenheiten wird die Öffentlichkeit ausgeschlossen: a) Personalangelegenheiten... ."

In diesem Zusammenhang hat der Bürgermeister unmissverständlich klargestellt, dass Meyer sein volles Vertrauen genießt. Witte: "Anders wäre eine Zusammenarbeit auch gar nicht möglich." Die positive Einstellung zu seinem stellvertretenden Kämmerer beruht unter anderem auf einem Gutachten, das ein am Landgericht Bielefeld tätiger Richter erstellt habe. Daraus ergäben sich keinerlei Anhaltspunkte, die ihn an Meyers Vertrauenswürdigkeit zweifeln lassen würden.

Dass neben den Grünen auch Teile der CDU-Fraktion und der Wählergemeinschaft Lübbecke sich kritisch zu Meyer geäußert haben (die NW berichtete), kann der Verwaltungs-Chef nicht nachvollziehen. Alle Fraktionen hätten die Möglichkeit gehabt, das richterliche Gutachten zu lesen und seines Wissens - mit Ausnahme der Grünen - auch genutzt. Von daher hätten sie wissen müssen, dass in Sachen Meyer kein weiterer Aufklärungbedarf bestehe, meint Witte.

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