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Dieses Becken steht seit 2002 leer. Bis 2021 will die Stadt einen Bürgerpark bauen lassen. Den Föderbescheid in Höhe von 2,418 Millionen Euro gab es jetzt von der Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies. - © Noah Brümmelhorst
Dieses Becken steht seit 2002 leer. Bis 2021 will die Stadt einen Bürgerpark bauen lassen. Den Föderbescheid in Höhe von 2,418 Millionen Euro gab es jetzt von der Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies. | © Noah Brümmelhorst

Lübbecke 3,3 Millionen für den Ausbau der Lübbecker Innenstadt und das alte Freibad

Die Städtebauförderung NRW unterstützt die Baumaßnahmen der Stadt an der Obernfelder Allee sowie an der Tonstraße und an der Lange Straße West. Wann die Umgestaltungen beginnen, steht auch schon fest.

Noah Brümmelhorst
29.08.2019 | Stand 29.08.2019, 18:52 Uhr
Frank Hartmann

Lübbecke. Die Stadt Lübbecke hat einen Förderbescheid der Städtebauförderung des Landes NRW für die geplanten Baumaßnahmen am ehemaligen Freibad an der Obernfelder Allee und den weiteren Ausbau der Innenstadt erhalten. Den Bescheid übergab Regierungsvizepräsidentin Anke Recklies am Donnerstag Bürgermeister Frank Haberbosch und Baudezernent Ingo Ellerkamp. Im Rahmen des integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzeptes (ISEK) werden 905.000 Euro in die Fortsetzung der Baumaßnahmen in der Innenstadt fließen und gut 2,4 Millionen Euro in die Baumaßnahmen am ehemaligen Freibad Obernfelde. Dort sollen ein Aktivitäts- sowie ein Erholungsbereich entstehen. Zuvor müssen die Flächen allerdings entsprechend aufbereitet werden. Die dortigen Gebäude wie etwa die früheren Umkleiden bleiben im ersten Schritt bestehen. Das Baudezernat unter der Leitung von Ingo Ellerkamp und sein Team planen, das Gelände bis 2021 fertigstellen zu lassen. »Das wird nicht das letzte Geld sein« „Damit erhält Lübbecke einen der höchsten Bescheide, die wir als Land an Kommunen dieser Größe vergeben", sagte die Regierungsvizepräsidentin. Zugleich lobte Recklies die Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und gab eine Prognose ab, die Hoffnung macht: „Das wird nicht das letzte Geld sein." Mit den unterstützten Baumaßnahmen werde Lübbeckes Stadtgebiet „qualitativ aufgewertet". Hätte die Stadt nur das Ziel gehabt, das Freibad wieder in Betrieb zu nehmen, wäre der Förderbescheid nicht bewilligt worden, erläuterte Anke Recklies. Seit mehr als zehn Jahren sei Lübbecke ISEK-Partner. Dadurch würden sich die kommunalen Partner Gedanken über die Zukunft ihrer Stadt machen und langfristige Baumaßnahmen erarbeiten, so Recklies weiter. Das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept bahne den Baumaßnahmen dabei den Weg: „Ohne ISEK bekommt man auch keine Förderung mehr." Ein Teil des Beckens wird Anschauungsobjekt Bürgermeister Frank Haberbosch betonte die überzeugende Vorarbeit seitens des Baudezernats um Ingo Ellerkamp. Viele wichtige Arbeiten würden im Verborgenen bleiben. Er freue sich auch, „einen so guten Draht nach Detmold zu haben". Das ehemalige Freibadgelände ist dicht bewachsen. Nur noch die Becken sind zu erkennen und der Sprungturm am südlichen Rand des großen Schwimmbeckens. „Die ersten vorbereitenden Maßnahmen werden noch in diesem Jahr beginnen", kündigte Ellerkamp gestern an. Bis 2021 soll die Umgestaltung abgeschlossen sein. ISEK erhöht die Aufenthaltsqualität Laut Denkmalschutz muss das Bad in seiner Struktur erhalten bleiben. So soll zum Beispiel der Sprungturm auf einer Höhe von drei Metern als Aussichtsplattform umgebaut werden. Das Becken davor wird zwar zugeschüttet, die Ränder müssten aber erkennbar bleiben, hieß es. Auch will die Stadt einen Teil des Beckens als zeitgeschichtliches Anschauungsobjekt den künftigen Besuchern präsentieren können. Wie etwa die Bäckerstraße, Am Markt und die Scharrnstraße gehören auch der Westen der Langen Straße und die Tonstraße zu den Innenstadt-Straßen, die im Rahmen des ISEK mit Unterstützung des Landes umgestaltet werden, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Baubeginn ist voraussichtlich im Frühjahr 2020.

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