Heinz-Hermann Grube (v. l.), Sabine Heinrich, Eberhard Helling und Peter Groß stehen für die veränderten Gottesdienstzeiten. - © Frank Hartmann
Heinz-Hermann Grube (v. l.), Sabine Heinrich, Eberhard Helling und Peter Groß stehen für die veränderten Gottesdienstzeiten. | © Frank Hartmann

Lübbecke Zu wenige Pfarrer: Lübbecke verändert etwas am Gottesdienst

Pfarrer Eckhard Struckmeier verlässt die Kirchengemeinde Lübbecke. Weil die anderen beiden Pastoren seine Aufgaben übernehmen müssen, wird der Gottesdienst dementsprechend angepasst.

Frank Hartmann

Lübbecke. Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Lübbecke bereitet sich darauf vor, dass Pfarrer Eckhard Struckmeier Ende dieses Jahres in den Ruhestand geht und die Kirchengemeinde dann nur noch zwei Pastoren hat: Sabine Heinrich und Eberhard Helling. Weil diese die Aufgaben von Struckmeier mitübernehmen müssen, hat die Kirchengemeinde überlegt, wie sich das organisieren lässt. Jetzt sind erste Entscheidungen gefallen. Am Dienstag stellten Heinrich und Helling an der Seite von Finanzkirchmeister Peter Groß und Kantor Heinz-Hermann Grube einige Veränderungen vor, allen voran: Die Kirchengemeinde hat die Anfangszeiten ihrer Gottesdienstzeiten neu geordnet. Gottestdienstzeiten der Gemeinden ändern sich jeweils im August und September Direkt nach den Sommerferien beginnt der Gottesdienst im Thomas-Gemeindehaus an der Alsweder Straße demnach samstags um 17.30 Uhr, erstmals am 31. August. Für den Gottesdienst am Sonntag in der St.-Andreas-Kirche gilt, er beginnt ab 1. September um 10.30 Uhr. Damit verbinde man die Hoffnung, sagte gestern Heinz-Hermann Grube, „dass die Gemeinde zusammenrückt". Sie habe zum 1. August vergangenen Jahres 7.200 Mitglieder gehabt, ergänzte Peter Groß. Nach Zusammenrücken sieht es aus. Es habe aus dem Kreis der Gemeindemitglieder weder viele noch grundsätzlich gegenteilige Stimmen gegeben: „Nur individuelle", so Finanzkirchmeister Peter Groß. Das Presbyterium denke zudem weiter darüber nach, wie Heinrich und Helling „entlastet" werden können. Keine zeitgleich stattfindende Gottesdienste Fest steht: „Wir wollen Strukturen, die in den nächsten Jahren halten", so Eberhard Helling. Es müssten deshalb auf jeden Fall „Parallelstrukturen abgeschafft werden". Etwa zeitgleich stattfindende Gottesdienste. Denn es seien Mehrbelastungen für ihn und die Kollegin zu erwarten, etwa bei Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen. „Es muss deshalb möglich sein, dass ein Pastor an einem Wochenende beide Gottesdienste übernimmt", sagte Grube als Beispiel für eine notwendige Entlastung an anderer Stelle. Man verstehe die Neuordnung als „Chance, unterschiedliche und verlässliche Angebote zum Besuch eines Gottesdienstes zu machen". So trage die etwas spätere Anfangszeit der Gottesdienste in St.-Andreas der Erfahrung Rechnung, dass eine frühere Uhrzeit schwierig für Familien zu realisieren sei. "Das frühere Hin und Her war nicht gut" Mit dem früheren „Hin und her, das nicht gut war", so Grube, soll nun Schluss sein. Eberhard Helling erhofft sich darüber hinaus ein „Bewusstsein, dass der Besuch des Gottesdienstes zur Wochenstruktur dazugehört". Auch das Thema Zusammenarbeit mit Blasheim kam am Dienstag zur Sprache. Wie berichtet, hatte die Kirchengemeinde sich darüber kürzlich bereits ausgetauscht. Sabine Heinrich zufolge gelten die Mitte Juni gemachten Aussagen weiterhin. Demnach ist eine „einfache Form der Kooperation geplant", was an dem auf 24,9 Prozent begrenzten Stellenanteil für Lübbecke deutlich werde. Heinrich sagte weiter, dass die beiden Kirchengemeinden kooperieren wollen: „Die Presbyterien arbeiten freundschaftlich zusammen." Zudem werde durch die Kooperation mit Blasheim eine „Teilentlastung" erreicht. Aus drei Seelsorgebezirken werden zwei Noch nicht klar ist, wie die zwei künftigen Seelsorgebezirke geschnitten sein werden. Auf jeden Fall sollen sie nicht mehr nach Kirchennamen benannt werden, so Sabine Heinrich und in etwa gleich groß sein. Um den neuen Zuschnitt endgültig festlegen zu können, bedürfe man zudem noch einer kirchenaufsichtlichen Genehmigung, so Eberhard Helling. Ob und wie die neue Organisation der Kirchengemeinde bei den Mitgliedern ankommt, soll nach und nach ausprobiert werden. Es sei ein „Probelauf bis Jahresende", so Peter Groß. Im Januar bei der Gemeindeversammlung wisse man dann schon mehr.

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