Lübbecke Rossmann muss wegen Hitze Waren vernichten

Keine Klimaanlage: Viele Klagen über heiße Geschäftsräume der Lübbecker Drogeriefiliale

Sandra Spieker-Beutler

Lübbecke. "Wie halten Sie das bloß den ganzen Tag aus?" Mit dieser Frage wurden die Mitarbeiter der Rossmann-Filiale in diesen Tagen oft konfrontiert. In der Tat: Schon vormittags herrschen in der Filiale in der Fußgängerzone mehr als 31 Grad. Klimaanlage? Fehlanzeige. Viele Kunden staunen, wenn sie durch die Tür treten. Draußen ist es kühler als im Geschäft. Schokoladenhaltige Lebensmittel aus dem Sortiment schmelzen dahin. In der Tat seien die klimatischen Bedingungen in der Lübbecker Verkaufsstelle als sehr schwierig für Kunden und Mitarbeiter zu bezeichnen, teilt Josef Lange aus der Rossmann-Pressestelle in Burgwedel auf Nachfrage der NW mit. "Leider ist es oft nicht so einfach, nachträglich eine Klimaanlage zu installieren". Grundsätzlich sei dazu die Zustimmung des Vermieters notwendig. Auch die statischen Voraussetzungen müssten erfüllt werden. Das könne solche Vorhaben sehr verzögern. "In diesem Fall musste ein Kran organisiert werden, der die Anlage auf das Dach stellt. Die Vorbereitungen dafür sind nun abgeschlossen", so Josef Lange. In der nächsten Woche werde die Anlage eingebaut. Danach stehe dann den Kunden wieder das gesamte Sortiment zur Verfügung. Aktuell seien bestimmte Lebensmittel wie Schokolade, die schon geschmolzen war, vernichtet worden, andere, die "bedroht" waren, im Keller gelagert. "Die beiden schwangeren Mitarbeiterinnen sind vorsorglich krankgeschrieben worden", teilt das Unternehmen weiter mit. Des Weiteren sei ein Dienstleister zur Verräumung der Waren engagiert worden, um das Team zu unterstützen. Die Mitarbeiter bekämen Getränke gestellt, und es würden zusätzliche Pausenzeiten gutgeschrieben.

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