Organisatoren: Gerd H. Niemeyer (r.) und sein Sohn Alexander, hier bei der Vorstellung der "Stockhausen Hymne". archivfoto: Ditt - © Sigrid Dittmann
Organisatoren: Gerd H. Niemeyer (r.) und sein Sohn Alexander, hier bei der Vorstellung der "Stockhausen Hymne". archivfoto: Ditt | © Sigrid Dittmann

Lübbecke Stockhauser engagieren sich für Europa

Initiative: Am kommenden Montag gründen Bürger in der Begegnungsstätte den Verein "Stockhausen für Europa" mit dem Ziel, das politische Interesse, die Wahlbeteiligung und die Demokratie zu stärken

Lübbecke-Stockhausen. Die azurblaue Europaflagge besteht aus einem Kranz von zwölf goldenen, fünfzackigen Sternen und gehört zu den bekanntesten Symbolen der Europäischen Union (EU). Demnächst könnte sie - ergänzt um das Stockhauser Ortswappen in der Mitte - über der Begegnungsstätte an der Blasheimer Straße 24 wehen. Denn dort wollen Ortsheimatpfleger Gerd H. Niemeyer, sein Sohn Alexander und Ortsvorsteher Torsten Stank am kommenden Montag um 19 Uhr einen Verein gründen. Der Name steht schon fest: "Stockhausen für Europa". Eingeladen sind alle Bürger - Stockhauser, aber auch darüber hinaus - , die sich mit dem Ziel des Vereins identifizieren können. Das fasst Gerd H. Niemeyer im Gespräch mit der Neuen Westfälischen so zusammen: Das Interesse an Politik fördern, die Wahlbeteiligung erhöhen und die Demokratie stärken. Viele Menschen außerhalb Stockhausens, die Niemeyer auf das "überparteiliche" Europa-Projekt angesprochen hat, haben bereits ihre ideelle Unterstützung zugesagt. Dazu gehören beispielsweise der CDU-Europa-Parlamentarier Elmar Brok (¦ Info), der Bundestagsabgeordnete Achim Post (SPD), die Landtagsabgeordnete Bianca Winkelmann (CDU), Landrat Ralf Niermann (SPD), die Bürgermeister von Lübbecke und Espelkamp, aber auch namhafte Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Banken, Schulen, Kirche und Kultur. Bürger wenden sich anti-europäischen Parteien zu In den Überlegungen der Organisatoren, die am 15. Januar in die Vereinsgründung münden soll, spielen viele Entwicklungen innerhalb der EU eine Rolle. Vor dem Hintergrund finanzieller Schwierigkeiten einiger südeuropäischer Staaten, dem Brexit, der Flüchtlingskrise sowie der Terroranschläge vertrauten viele Bürger ihren gewählten Regierungen nicht mehr: "Wandten sich Parteien und Gruppierungen zu, die tendenziell nationalistisches Gedankengut verbreiten und auch anti-europäisch auftraten." Die Lösung der großen, aktuellen Probleme sehen Niemeyer und seine Mitstreiter in einem "lösungsorientierten, vereinten Europa" und bemühen eine Aussage des ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Roman Herzog aus dem Jahr 1995: "Wir haben eine Vision, und diese Vision heißt Europa. Verantwortlich für die Erfüllung von Visionen sind wir selbst." Dem wollen die Stockhauser unter anderem durch eine hohe Wählerbeteiligung bei der 2019 anstehenden Europawahl entgegentreten. Niemeyer: "Wir legen unsere Messlatte sehr hoch und streben deshalb in Stockhausen eine Wahlbeteiligung von 80 Prozent plus an." Zumal sie die "viel zu nüchtern und bürokratisch" ablaufenden Wahlen zu "Festtagen der Demokratie" machen wollen. Unter anderem, indem sie den Tag der Europawahl zu einem Fest mit informativen Ausstellungen, Unterhaltungsprogramm für die ganze Familie mit Kaffee, Kuchen und europäischen kulinarischen Angeboten, Spielen für Kinder und anderem mehr machen wollen. Zudem soll das Europafest eingebettet werden in einen vom Heimatverein organisierten Backtag, der üblicherweise mehrere hundert Besucher anlocke. Als eigentlichen "Höhepunkt" des Festes bezeichnen Vater (Gesamtplanung, Außenkontakte) und Sohn Niemeyer (Gesamtleitung, Planung Veranstaltungen) sowie Torsten Stank (technische Leitung, Innenkontakte Dorf) den Freitag vor der Wahl. An dem ist ein großes Open-Air-Europakonzert des Sinfonieorchesters Lübbecke unter Leitung von Heinz-Hermann Grube gemeinsam mit heimischen Chören (Kantorei Lübbecke) und Chören aus den Lübbecker Partnerstädten Dorchester und Bayeux geplant. Eventuell kommen auch Sänger aus Tiszakecske und Bad Liebenwerda dazu. Auch eine Ansprache zum Thema Europa und ein Feuerwerk können die Organisatoren sich vorstellen. Diese und weitere Aktionen will der neue Verein noch einmal diskutieren. Kontakt: Gerd H. Niemeyer, Tel. (0 57 41) 1 21 10, niemeyer-stockhausen@t-online.de

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