Friedhelm Tegeler, Espelkamp. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur
Friedhelm Tegeler, Espelkamp. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur

Lübbecker Land Mutige Kinder und Präsidenten sind Menschen des Jahres

NW-Leserumfrage: Wer ist für Sie die "Person des Jahres 2017"? Es waren weniger die Prominenten als die Menschen von nebenan, die beeindruckten

Kirsten Tirre
Karsten Schulz

Ingrun Waschneck

Frank Hartmann

Lübbecker Land. Das US-amerikanische Nachrichtenmagazin Time veröffentlicht jedes Jahr die "Person des Jahres", die nach Ansicht der Redaktion die Welt maßgeblich verändert oder bewegt hat. Die NW Lübbecke hat diese Idee aufgegriffen und sich im Lübbecker Land umgehört. Andrea Meier, Pr. Oldendorf-Lashorst: "Menschen 2017 - das sind für mich auch Menschen, die nicht immer auf der Sonnenseite leben. Menschen, besonders auch Kinder, denen aufgrund einer Einschränkung vielleicht nur bedingt alle Möglichkeiten offen stehen. Hier denke ich besonders an ein Mädchen aus Rahden. Mara Hofmann und ich besuchen dieselbe Schule. Einiges sieht sie anders als "normale" Kinder, lässt sich mitunter nur schwer von einer Sache überzeugen und bleibt zunächst lieber in ihrer eigenen Welt. Dabei hat Mara viele gute Eigenschaften: einen hellen Verstand und wache Augen, die Fähigkeit auf andere einzugehen, nicht nachtragend und für Hilfe dankbar zu sein sowie ein unwahrscheinlich herzliches Lachen, mit dem sie alle ansteckt. Doch vor allen Dingen - Mara weiß, was sie will! Daher wünsche ich ihr, dass sie ihren Weg weiter mutig fortsetzt und noch viele Menschen mit ihrer fröhlichen Art und Weise erfreuen kann." Pfarrerin Kristina Laabs, Hüllhorst: Für mich sind die Helden des Jahres 2017 die, die sich für andere einsetzen, ohne große Worte darüber zu verlieren. Sie tun anderen Gutes, weil es ihnen ein Herzensanliegen ist. Ich denke dabei zum Beispiel an die, die einen Angehörigen zu Hause pflegen oder aufgrund der Schwere seiner Erkrankung ins Pflegeheim geben mussten und ihn wöchentlich oder sogar täglich besuchen. Diese Menschen leisten Gewaltiges und werden damit oft allein gelassen. Sie verdienen meinen Respekt. Meinen Hut ziehe ich außerdem vor denen, die sich in Vereinen ehrenamtlich engagieren und es schaffen, Menschen zusammenzubringen und zu motivieren, sich gemeinsam für eine Sache einzusetzen und dabei niemanden auszugrenzen. Bürgermeister Bernd Rührup, Hüllhorst: "Meine Person des Jahres ist Michael Möller, Leiter der Feuerwehr der Gemeinde Hüllhorst, und zwar sowohl in Person als auch stellvertretend für alle Feuerwehrkameradinnen und -kameraden. Es ist mit Worten kaum zu beschreiben, was die freiwilligen Feuerwehren für unsere Gesellschaft leisten. Zuletzt beim Großbrand im Gewerbegebiet Tengern, im vergangenen Jahr bei unzähligen Unwettereinsätzen, aber auch als Partner unserer Dorfgemeinschaften." Anke Steinhauer, Leiterin der VHS Lübbecker Land: "Einen Menschen zu nennen, ist mir zu schwierig und wäre ungerecht.  Denn es waren viele, die mir in diesem Jahr zu Seite standen. Mein Mann Frank, meine Familie, unsere guten Freundinnen und Freunde, sensationelle Ärzte und Ärztinnen, die Kollegen und Kolleginnen in der VHS. Viele haben für mich ganz persönlich dafür gesorgt, dass das Jahr am Ende ein gutes Jahr geworden ist. Manfred Brand, Verein Mitmenschen, Espelkamp: "Der bedeutendste Mann 2017 war für mich der französische Staatspräsident Emmanuel Macron. Er gewann die Wahlen aus einer politischen Bewegung heraus. Das zeigt eine starke Durchsetzungskraft und einen eisernen Willen. Seine Idee von einem starken und besseren Europa macht ihn zu einem Vorkämpfer in dieser Sache." Monika Büntemeyer, KUL-TÜR, Rahden: "Die Person des Jahres 2017 ist für mich Jutta Mahlow aus Petershagen. Die Mutter von fünf Kindern widmet ihr Leben der Pflege ihres schwerstbehinderten Sohnes Konrad. Obwohl sie selbst wegen gesundheitlicher Probleme nicht arbeiten kann, gelingt es ihr, für Konrad die Betreuung im eigenen Hause aufrechtzuerhalten. Dank dieser liebevollen Betreuung ist der neunjährige Konrad trotz der außergewöhnlichen Schwere seiner zahlreichen Behinderungen offensichtlich ein kleiner Mensch, in dessen Leben es viele Glücksmomente gibt." Lars Schulz, Life House, Stemwede: "Für mich sind die Personen des Jahres Ulrike und Wilhelm Lindemann, weil sie neben der unermüdlichen ehrenamtlichen Arbeit für den JFK Stemwede auch noch im Verein KuK in Pr. Oldendorf mit viel Liebe aktiv sind. Beide bringen sich weit über das normale Maß für unsere Gesellschaft ein und sind in ihrem Tun ein Vorbild für die junge Generation. Ohne solche Menschen wäre der Kreis Minden-Lübbecke nicht so lebenswert, wie er ist." Matthias Wessel, Pr. Oldendorf-Börninghausen: "Der Mensch des Jahres 2017 ist für mich der Sohn meines Arbeitskollegen. Der neunjährige Paul, der leider im Mai letzten Jahres an den Folgen eines Krebsleidens verstarb, hat bis zuletzt mit aller Kraft gegen diese heimtückische Krankheit gekämpft. Sein Schicksal hat mich sehr bewegt." Friedhelm Tegeler, Weißer Ring Lübbecker Land: "Ich möchte den Hüllhorster Unternehmer Siegbert Wortmann nennen, weil er seit Jahren den Weißen Ring und andere Institutionen, die sich ehrenamtlich stark machen, mit Spenden bedenkt. Es gibt im Mühlenkreis auch andere große Unternehmen, die sich daran ein Beispiel nehmen könnten."

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