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Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warb in der Stadthalle Lübbecke eindringlich für die europäische Idee. "Wir müssen Europa zusammenhalten", sagte er. - © Foto: Joern Spreen-Ledebur
Bundesaußenminister Sigmar Gabriel warb in der Stadthalle Lübbecke eindringlich für die europäische Idee. "Wir müssen Europa zusammenhalten", sagte er. | © Foto: Joern Spreen-Ledebur

Lübbecke Plädoyer für Europa: Außenminister Gabriel besucht Lübbecke

Joern Spreen-Ledebur
05.05.2017 | Stand 05.05.2017, 16:19 Uhr

Lübbecke. Die Sicherheitsstufe war hoch, die mehr als 350 Gäste in der Lübbecker Stadthalle waren gespannt. Mit freundlichem Applaus empfingen sie am Donnerstagabend Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD). Begleitet wurde Sigmar Gabriel unter anderem vom heimischen SPD-Bundestagsabgeordneten Achim Post und von den beiden SPD-Landtagskandidaten Ernst-Wilhelm Rahe und Christina Weng. Eindringlich warb Sigmar Gabriel für die europäische Idee. „Wir müssen Europa zusammenhalten", plädierte er für ein gerechtes Miteinander größerer und kleinerer europäischer Länder. Die Tür für Verhandlungen mit der Türkei über einen EU-Beitritt möchte der Außenminister nicht zuschlagen. Eine rote Linie sieht er aber dann überschritten, würde in der Türkei per Referendum die Todesstrafe wieder eingeführt. Der Minister verteidigte NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans und dessen Vorgehen gegen Steuerflüchtlinge. Durch den Kauf von CDs und die Verfolgung von Steuerflüchtlingen seien erhebliche Zahlungen an NRW und auch andere Bundesländer geflossen. Sigmar Gabriel zitierte lobende Worte für NRW, die Kanzlerin Angela Merkel voriges Jahr zum 70. Geburtstag von NRW gesprochen habe. „Die solltet ihr plakatieren", riet Gabriel den Genossen. Den CDU-Spitzenkandidaten Armin Laschet kritisierte Sigmar Gabriel vor diesem Hintergrund dafür, das Land Nordrhein-Westfalen schlecht zu reden.

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