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Das wäre geschafft: Vor dem Eingang des neuen Tierheims am Heuweg stellten die Helfer sich mit den Beagels Luna und Snoopy für ein Erinnerungsfoto auf. - © Stephan Pfeiffer
Das wäre geschafft: Vor dem Eingang des neuen Tierheims am Heuweg stellten die Helfer sich mit den Beagels Luna und Snoopy für ein Erinnerungsfoto auf. | © Stephan Pfeiffer

Lübbecke Spaziergang zum neuen Tierheim

Neues Zuhause: Nach dem Baubeginn im April 2016 fand nun der große Umzugsspaziergang vom alten zum neuen Tierheim statt. 20 Tierfreunde und 13 Vierbeiner legten die Strecke zum Heuweg gemeinsam zurück

Stephan Pfeiffer
23.04.2017 | Stand 23.04.2017, 14:16 Uhr

Lübbecke. Das Team des Tierschutzvereins und die hauptamtlichen Mitarbeiter hatten nichts dem Zufall überlassen: Große rote Zahlen von der Eins bis zur Dreizehn wurden auf den Boden gesprüht, um jedem Spaziergängerpaar seinen Startpunkt zuzuweisen, denn nicht alle Vierbeiner verstehen sich untereinander, und so sorgte man schon zu Anfang für eine friedliche Reihenfolge. Bevor es losging, las Tierpflegerin Nadine Nagel die Regeln für alle Ausflügler vor: „Genug Abstand halten und die Hunde nicht aneinander lassen!" Außerdem solle man auf das „Start/Stop-Signal" achten und die vierbeinigen Freunde nicht allzu lange überall schnuppern lassen. Aber keine Bange – so streng, wie es sich lesen mag, ging es überhaupt nicht zu. Im Gegenteil – der relativ kühle Vormittag mit frischem Wind und entspannten Mensch-Hunde-Duos ließ bei allen Beteiligten die genau richtige Ausflugsstimmung aufkommen und sorgte für jede Menge guter Laune. Genug Zeit zum Schnuppern und gepflegtem Gassi gehen blieb auch, bevor man das neue Tierheim am Heuweg 141 erreichte. Dort nahmen die Pfleger alle Neuankömmlinge in Empfang und zeigten den neugierigen und aufgeregten Umzüglern ihr neues Zuhause. Jetzt 26 Hundezwinger „Wir haben jetzt 26 Hundezwinger, die alle mit acht bis zehn Quadratmetern deutlich größer als die alten sind", sagwen die Tierschutzvereins-Vorsitzenden Sarah Dewert und Lena Nehls zufrieden. Außerdem sind diese nun nicht mehr durch Metallgitter, sondern durch Mauern voneinander abgegrenzt, die die insgesamt 22 Hunde trennen und dafür sorgen, dass alles deutlich leiser wird. Eine weitere Neuerung betrifft die Quarantäne-Zwinger. Waren sie früher 80 Zentimeter breit, messen sie jetzt zweieinhalb Meter – zwei Meter seien gesetzlich vorgegeben, erklären die beiden Vereinsvorsitzenden. Einiges getan hat sich auch im Katzenbereich. Es gibt neuerdings acht statt zwei Katzenhäuser für die rund 100 Tiere. Und die Boxen in der Kranken- und Quarantänestation sind nun mit drei Quadratmetern dreimal so groß wie früher und lassen sich miteinander verbinden. Außerdem – das ist ganz neu – sind jetzt drei Mutter-Kind-Räume vorhanden, die den Katzenmamas Rückzugsmöglichkeiten bieten. An der Grundstücksfläche von 5.000 und der Nutzfläche von 1.400 Quadratmetern hat sich nichts geändert, an der Einrichtung umso mehr. Der größte Teil des Inventars ist neu oder neuwertig und alles – vom Katzenbaum bis zur Waschmaschine – wurde gebastelt, organisiert oder gespendet. Tag der offenen Tür im September Auch beim Aus- und Fertigbau des Tierheims packen die Hände vieler fleißiger ehrenamtlicher Helfer engagiert zu und ergänzen die professionellen Handwerker. Überall hämmert, sägt und buddelt es in diesen Tagen, um alles zur offiziellen Einweihung, dem „Tag der offenen Tür", am 23. und 24. September fertigzustellen. „Ohne die Mithilfe der 15 freiwilligen Helfer würden wir es gar nicht schaffen", so Dewert und Nehls. Viele seien teilweise bis 23 Uhr am Neubau beschäftigt. Auch 15 Flüchtlinge helfen unter der Anleitung von Zimmermeister Nico Lehmann mit. Nach der Errichtung des Kleintiergeheges schachten sie gerade das Fundament für die Gartenhütte aus, die demnächst von ihrem alten Platz an den Heuweg umgesetzt werden soll.

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