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Mini-Shetlandpony "Schröder" wurde offenbar getötet. - © Stephanie Pitten
Mini-Shetlandpony "Schröder" wurde offenbar getötet. | © Stephanie Pitten

Lübbecke Mini-Shetlandpony "Schröder" in Lübbecke offenbar doch nicht erschossen

Nach der Untersuchung in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover wird eine Schussverletzung mit Todesfolge mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen

Jan Henning Rogge
03.04.2017 | Stand 03.04.2017, 19:15 Uhr
Sandra Spieker-Beutler

Lübbecke. Der Fund eines toten Mini-Shetlandponys im Lübbecker Ortsteil Blasheim beschäftigt die Polizei: Als Besitzerin Stephanie Pitten am Samstag um kurz nach drei Uhr nach Hause kam, machte sie die grausame Entdeckung: Tot in einer einer Blutlache lag das Tier auf der Weide. Hinter dem Ohr eine unerklärliche Wunde. Erste Vermutungen deuteten darauf hin, dass das Pony, das auf den Namen Schröder hörte, erschossen worden sei. Nach Untersuchungen durch Spezialisten der Tierärztlichen Hochschule Hannover wurde dieser Verdacht am Montag jedoch nicht bestätigt. „Da wir ausschließen konnten, dass sich das Pony irgendwo verletzt oder mit den anderen Ponys so geprügelt haben konnte, riefen wir die Polizei", berichtet die Besitzern, die immer noch geschockt ist. Die Polizei bestätigt den Fund des toten Tieres und die vermutlich tödliche Kopfwunde. „Wir können eine Schussverletzung nicht ausschließen", erklärte ein Beamter. Es müssten jedoch noch weitere Untersuchungen abgewartet werden. In jedem Fall würde ermittelt. Erste Untersuchung deutet auf Schusswunde hin Die Beamten rieten Stephanie Pitten auch, eine tierärztliche Untersuchung durchführen zu lassen. „Das geschah gestern Abend durch die tierärztliche Praxis für Pferde in Quernheim", sagt die Halterin. „Ein Schuss mit Todesfolge wurde definitiv bestätigt und alle anderen Ursachen ausgeschlossen." Hinweise auf einen möglichen Täter oder wie es zu der tödlichen Verletzung des Pferdes kam gibt es bislang nicht. Stephanie Pitten möchte nun andere Tierbesitzer vor einer ähnlichen Tat warnen - sie selbst kommt kaum noch zur Ruhe: „Wir haben nun Angst in unserem eigenen Zuhause, speziell um unsere vier Monate alte Tochter und unsere anderen Tiere." Wende nach Untersuchung in Hannover Am späten Montagnachmittag ergab sich eine Wende in dem Fall: Die Polizei teilte das Ergebnis der Untersuchung in der Tierärztlichen Hochschule in Hannover mit. Der Verdacht der tödlichen Schussverletzung hat sich demnach nicht bestätigt. Nach Aussage eines Spezialisten der Tierärztlichen Hochschule ist die Wunde am Kopf nicht todesursächlich. Es handele sich dabei um eine oberflächliche Verletzung. Eine Schussverletzung könne derzeit mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, heißt es weiter. Ebenso sei im Bereich der Wunde kein Projektil gefunden worden. Laut Experten erlag das Tier nicht an der Wunde. Woran es starb, müssten weitere Untersuchungen zeigen.

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