Sopran, der begeistert: Susanna Hülsmann singt "O du Fröhliche". - © Imme Lohmeyer-Lorek
Sopran, der begeistert: Susanna Hülsmann singt "O du Fröhliche". | © Imme Lohmeyer-Lorek

Lübbecke "Ein Weihnachtstraum" bietet brilliante Bühnenshow

Gänsehaut-Feeling in der Stadthalle

Imme Lohmeyer-Lorek

Lübbecke. Eine brillante Bühnenshow mit ausgeklügelten Licht- und Nebeleffekten und natürlich mit mitreißender weihnachtlicher und populärer Musik - das war wieder Uwe Müllers "Ein Weihnachtstraum". Etliche neue Songs bereicherten das Programm in der gut besuchten Stadthalle in Lübbecke, so dass auch Wiederholungstäter auf ihre Kosten kamen. Treu geblieben waren Müller jedoch die meisten seiner Sänger und Instrumentalisten. Das Damentrio, bestehend aus Stefanie Kölling mit ihrem glasklaren Sopran, Alexandra Rogosch mit ihrer souligen Altstimme und Susanna Hülsmann, ebenfalls Sopran, zeigte sich wieder von seiner Schokoladenseite und verhalf dem Weihnachtstraum zu jenem Zauber, für den Besucher aus Nah und Fern ihn aufsuchten, auch wenn man "die milden Temperaturen weg singen musste" (Müller). Köllings "Ave Maria" nach der bekannten Bach-Melodie mit deutschem populärem Text war ein zauberhaftes Arrangement, das dem schönen Sopran der zierlichen Sängerin besonderen Glanz verlieh. Die energische Rogosch hingegen riss die Zuhörer mit amerikanischen Weihnachtsklassikern von den Sitzen, während Hülsmann "O du Fröhliche" in ein neues Gewand kleidete. Aber auch gute Männerstimmen hatte Uwe Müller mit im Gepäck. Eddi Philipps (auch Gitarre) sang Ralph McTells "Streets of London" mit echtem Gänsehaut-Feeling, Jens Petersen (ebenfalls Gitarre) gab mit "Easy" eine locker flockige Performance ab und nicht zuletzt Produzent Müller erweckte die schöne Schnulze aus den 80-igern "Lady in Red" von Chris de Burgh wieder zu neuem Leben. Etliche Elvis-Songs sorgten für Partystimmung oder versprühten romantisches Flair, nicht zuletzt die Gesangsduette wie beispielsweise das unvergessliche "Can?t help falling in love with you" (Müller und Kölling). Über "Stille Nacht" kann man sich wahrscheinlich streiten, jedenfalls war sie in Müllers Arrangement alles andere als still und verlor dadurch ihren Charme. Die Weihnachts-Medleys waren da schon besser getroffen, die mit amerikanischen Klassikern wie "Santa" und "Winter Wonderland" die Vorfreude auf Weihnachten schürten. Seine Instrumentalisten ließen Müller auch an diesem Abend nicht im Stich. Ein tolles Bläsertrio aus Volker Hammer an der Trompete, Frank Schoettl an Saxophon und Flöte und Fabian Rischmöller an der Posaune sorgte für ein unvergleichliches Strahlen der Weihnachtssongs. Stephan Winkelhake am Piano, in der Gegend längst kein Unbekannter mehr, gab schöne Zwischenspiele und untermalte die weihnachtlichen Texte, die Bassist Horst Halstenberg las. Michael Wagener am Schlagzeug, Alexander Müller an Gitarre und Schlagzeug und ein dreiköpfiger Background-Chor vervollständigten das aufeinander eingestimmte Ensemble. Stehende Ovationen und der Weihnachtsklassiker schlechthin, "O du Fröhliche", als gemeinsame Version mit Publikum beendeten eine dreistündige Performance, die bestimmt auch in den folgenden Jahren viele Anhänger finden wird.

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