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Lübbecke McDonalds soll für mehr Tierwohl zahlen

Landwirte als lebendige Litfaßsäulen

Frank Hartmann
11.06.2015 | Stand 10.06.2015, 21:06 Uhr

Lübbecke. "Hi McDonalds, gibt es euren Bacon auch mit extra Tierwohl ... und warum macht ihr noch nicht mit?" Auf Plakaten mit Fragen wie dieser will die heimische Landwirtschaft auf eine bundesweite Initiative zur Förderung des Tierwohls in der konventionellen Schweine- und Geflügelhaltung hinweisen, für die die teilnehmenden Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels bis 2017 rund 255 Millionen Euro bereitstellen wollen. Aldi, Edeka, Kaiser?s Tengelmann, Kaufland, Lidl, Netto, Penny, Real und Rewe finanzieren den Tierwohl-Fonds bereits mit. Das Gleiche erwarten die Landwirte um den Kreisverbandsvorsitzenden Hermann Seeker auch von Unternehmen mit großer Gastronomie wie McDonalds, Burger King und Ikea. Am kommenden Dienstag, 16. Juni, soll auf einem Acker gegenüber des Lübbecker McDonald?s an der B 239 ein entsprechendes Plakat aufgestellt werden. Als "lebende Litfaßsäulen" würden sich hiesige Bauern beteiligen, so Rita Rehring vom Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes: "Sie sollen sich einen Burger holen und die Geschäftsführung um ein Gespräch bitten." Ausdrücklich weist Rehring darauf hin, dass es sich "nicht um eine Demonstration" handele. Ziel sei vielmehr, durch diese und weitere Aktionen den Kreis der Einzahler in den Fonds zu erhöhen. Rehring: "Es würden gern mehr Landwirte mitmachen, das scheitert aber am Geld." Verantwortlich für die Initiative zeichnet die in Bonn ansässige Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung (http://initiative-tierwohl.de). Diese hat ein Bündnis von Unternehmen und Verbänden aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel initiiert, die das Tierwohl von Millionen Schweinen, Hähnchen und Puten verbessern will.

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