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Lübbecke Lübbecker Hotel-Chefin sagt Infoabend der AfD Minden-Lübbecke zu Flüchtlingen ab

Frank Hartmann
24.04.2015 | Stand 30.04.2015, 14:34 Uhr

Lübbecke. Eigentlich wollte der Kreisverband Minden-Lübbecke der Alternative für Deutschland (AfD) am frühen Freitagabend mit einem Themenabend und anschließender Diskussion über „Asyl, offene Grenzen und die Folgen“ informieren. Gegen 15 Uhr wurde bei Facebook jedoch folgender Hinweis gepostet: "Liebe Freunde und Mitglieder der AfD Minden-Lübbecke, Wir bedauern, Ihnen mitteilen zu müssen, dass unsere Veranstaltung zur Asyl-Problematik mit Frau Tilletschke heute Abend leider aufgrund von Drohungen gegen den Wirt abgesagt werden musste." Auf Nachfrage der NW erklärte Katharina Proskawitz, Restaurantleiterin und Lebensgefährtin von Hotel-Chef Marcus Borchard hingegen: "Ich selbst habe bei Rechtsanwalt Thomas Röckemann in Minden angerufen und die Veranstaltung abgesagt, als wir wussten, worum es bei der Veranstaltung gehen soll." Röckemann ist Sprecher des AfD-Kreisverbands Minden-Lübbecke und Mitglied des Kreistages. Laut Proskawitz sind im Hotel Borchard seit dem frühen Freitagmorgen zahlreiche E-Mails, Faxe und Anrufe eingegangen, überwiegend aus den Reihen von Kirche, Diakonie und Linkspartei. Es dadurch hätten sie erfahren, worum es in der Abendveranstaltung gehen sollte. Auf der AfD-Seite bei Facebook heißt es abschließend: "Wir lassen uns jedoch von diesen antidemokratischen Bestrebungen einzelner linker Gruppierungen nicht einschüchtern und versuchen, eine alternative Lösung zu finden, denn Alternativen gibt es immer."

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