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Start-Ziel-Sieg: Der spätere Gewinner des Fünf-Kilometer-Laufs Justus Maschmeier lag bereits kurz nach dem Startschuss ganz vorn. - © Klaus Frensing
Start-Ziel-Sieg: Der spätere Gewinner des Fünf-Kilometer-Laufs Justus Maschmeier lag bereits kurz nach dem Startschuss ganz vorn. | © Klaus Frensing

Hüllhorst 250 Sportler laufen für den guten Zweck in Hüllhorst

Männer, Frauen und Kinder gingen beim 7. Benefizlauf der Wiehensportler an den Start. Warum sich ein Verein über die erstklassige Beteiligung besonders freuen kann.

Klaus Frensing
10.10.2019 | Stand 10.10.2019, 15:14 Uhr

Hüllhorst. Die gute Gelegenheit, sich sportlich fit zu halten und gleichzeitig etwas für den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst, der das komplette Startgeld bekam, zu tun, nutzten 250 kleine und große Athleten. Der Verein Wiehensport Hüllhorst hatte zu seinem 7. Benefizlauf mit Start und Ziel und buntem Programm an der „Alten Ziegelei" in Schnathorst-Struckhof eingeladen. Die großen Pluspunkte des Laufs, die anspruchsvolle Strecke durch das Gelände am südlichen Hang des Wiehengebirges, das Rahmenprogramm mit Musik und anschließendem Wettbewerb „Schnathorster Vierer", sowie verschiedene Aussteller rund um das Thema Laufen, hatten auch in diesem Jahr Sportler und Sportlerinnen aller Altersklassen und viele Zuschauer angelockt. Knapp 50 Teilnehmer mehr als im vergangenen Jahr Insgesamt zeigte sich der Vorsitzende der Wiehensportler Uwe Halstenberg mit der Resonanz zufrieden: "Knapp 50 Teilnehmer mehr als im vergangenen Jahr trotz des Wetters ist ein sehr gutes Ergebnis", freute er sich. Erst im Laufe des Tages zeigte sich der Oktober von seiner besseren Seite. Ein paar Frische Windböen, ansonsten herrschte bei trockenen 15 Grad angenehmes Laufwetter. Viele Athleten aus dem Mühlenkreis dabei So waren neben vielen Athleten aus dem Mühlenkreis auch Läuferinnen und Läufer aus der weiteren Umgebung nach Schnathorst gekommen. Einzig die geringe Teilnehmerzahl des Jugendlaufs für Jungen und Mädchen bis 14 Jahre enttäuschte ein wenig. Lediglich zwölf Kinder gingen um elf Uhr an den Start. Mit 90 Startern stellten die Läufer über die Zehn-Kilometer-Strecke das größte Feld des Tages. Und auch die 85 Fünf-Kilometer-Läufer konnte sich sehen lassen, ebenso die Anzahl der Walker über die Fünf- und die Zehn-Kilometer-Strecke. Vor jedem Lauf gab es ein Aufwärmprogramm Für den reibungslosen Ablauf des Events sorgten die rund 30 Ehrenamtlichen des Vereins Wiehensport mit Unterstützung des DRK und des Fitness-Studios Terra Fitness. Fitness-Trainerin Andrea Brinkmann absolvierte mit allen Teilnehmern vor den Läufen ein Aufwärmprogramm mit Musik. Die Rot-Kreuz-Helfer des DRK-Gemeindeverbands, die vor Ort waren, um bei etwaigen Verletzungen Erste Hilfe zu leisten, mussten nicht eingreifen. Ein Schornsteinfeger als Glücksbringer Vielleicht auch ein Verdienst eines traditionellen Glücksbringers. Schornsteinfeger Jochen Schnier wünschte allen Läuferinnen und Läufern beim Verlassen des Geländes an der Alten Ziegelei das nötige Quäntchen Fortune für das Wettrennen. Das benötigte der Sieger des Zehn-Kilometer-Laufs Niklas Eikmeier keinesfalls. Mit fast dreieinhalb Minuten Vorsprung und der tollen Zeit von 40:09,7 Minuten sicherte sich der Bünder, der für den TG Ennigloh startet, den ersten Platz. Der 22-jährige bestreitet Läufe von zehn Kilometer bis zum Halbmarathon und liegt auch in der Mühlenkreisserie unter den Top Drei. „Es stehen noch zwei Läufe aus und die Strecke hier in Schnathorst mit den anstrengenden Steigungen war dafür ein sehr gutes Training", erzählte er. Zum ersten Mal kam kein Plastik zum Einsatz Nach dem Zieldurchlauf bewegte er sich wie fast alle anderen auch erst einmal zum Verpflegungsstand, wo Wasser und Obst gereicht wurde. Kräftigere Kost gab es von Karl-Heinz Wächter, Inhaber der Alten Ziegelei, der Bratwurst vom Weideschwein servierte. Dafür, dass zum ersten Mal kein Plastik zu Einsatz kam, war die Bioland-Gärtnerei „Duftgarten" zuständig, die umweltfreundliche Becher und Tassen sponserte. Die Startgelder in Höhe von zehn Euro für Erwachsene und fünf Euro für Kinder kamen auch in diesem Jahr dem Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst in Minden-Lübbecke zugute, der mit einem Stand vertreten war, um über seine Arbeit zu informieren. Koordinatorin Iris Heinrichs berichtete, dass derzeit 34 ehrenamtlichen Mitarbeiter 16 Familien betreuen und den unheilbar kranken Kindern und ihren Eltern und Geschwistern als Ansprechpartner und Hilfe zur Seite stehen. Ihr ganz besonderer Dank galt Uwe Halstenberg und seinem Team sowie den Läufern. Es sei eine tolle Sache, dass sie nun bereits im siebten Jahr den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst unterstützen.

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