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Großbaustelle: Seit gut einem Monat laufen die Arbeiten für den Umbau und die Erweiterung der Busbuchten im Bereich der Straße Drosselweg. Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. - © Kirsten Tirre
Großbaustelle: Seit gut einem Monat laufen die Arbeiten für den Umbau und die Erweiterung der Busbuchten im Bereich der Straße Drosselweg. Ende Oktober sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. | © Kirsten Tirre

Hüllhorst In den Ferien ist die Gesamtschule Hüllhorst eine Baustelle

An der Gesamtschule in Hüllhorst laufen umfangreiche Sanierungen im Innen- wie im Außenbereich. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf rund 840.000 Euro.

Kirsten Tirre
06.08.2019 | Stand 06.08.2019, 16:58 Uhr

Hüllhorst. Während Schüler und Lehrer der Gesamtschule Hüllhorst ihre wohlverdienten Ferien genießen, wird an ihrer Schule fleißig gearbeitet. Schon vor Beginn der großen Ferien sind die Baumaßnahmen zur Renovierung von zwölf Klassenräumen sowie die Sanierung der Lüftungsanlage in Mensa und Küche gestartet. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf mehr als eine halbe Million Euro. Dort, wo sonst die Schüler ihr Essen einnehmen und Veranstaltungen stattfinden, arbeiten jetzt täglich drei bis sechs Handwerker der Firmen TH Akustik und Trockenbau aus Minden sowie Acotherm aus Oberbauerschaft. Aufgrund neuerer Standards musste die Lüftungsanlage der Küche von der Lüftungsanlage der Mensa getrennt werden. Bereits in den Osterferien wurde das Fundament für die rund sieben Meter lange, zwei Meter hohe und ein Meter breite Lüftungsanlage im Außenbereich geschaffen. Auch die Küche bekommt ein neues Lüftungsgerät, das im Keller untergebracht ist. Räume für die Fünftklässler werden rundum renoviert Noch vor den Ferien wurden die alten Deckenpaneele aus Holz entfernt. Denn sowohl die Mensa wie auch die Küche erhalten eine neue Rasterdecke mit Zu- und Abluftgittern. Eingebaut werden bei dieser Gelegenheit gleich eine neue LED-Beleuchtung und Lautsprecher. Umgesetzt werden zudem Brandschutzmaßnahmen. Allein die Sanierung und Trennung der Lüftungsanlage kostet 320.000 Euro. Dafür gab es Fördermittel aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz (160.600 Euro), Mittel vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau- und Reaktorsicherheit (49.220 Euro). Die Gemeinde hat einen Eigenanteil von 110.170 Euro dazugelegt. Alle bringen viel Flexibilität mit In Dieter Westerholt vom Fachbereich Technik und den beiden Hausmeistern Heiko Wehrmann und Andre Berg, die sich in der Ferienzeit abwechseln, haben die Handwerker Ansprechpartner vor Ort, die sich bestens auskennen. Um alles, was mit Strom zu tun hat, kümmert sich Elektriker Ralf Vogelsmeier vom Bauhof der Gemeinde. Alle geben sich große Mühe, damit nach den Ferien alles läuft. Viel Flexibilität bringen aber auch Schulleitung, Lehrer und Schüler mit. Denn schon im März wurde mit der Renovierung der Klassenräume und dem 210 Quadratmeter großen Flurbereich im D-Trakt der Schule begonnen. Alle Klassen tragen Baum-Namen Hier werden die neuen Fünftklässler bis zum Ende ihrer Schulzeit ihr Domizil bekommen. Die anderen Trakte wurden bereits sukzessive renoviert. Dieser stand noch aus. Die sechs fünften Klassen, die nach den Ferien an der Gesamtschule starten, dürfen gespannt sein – auf ihre Lehrer, aber auch auf den Baum-Namen, den ihre Klasse bekommen wird. Das jede Klasse bis zum Eintritt in die Oberstufe den Namen eines Baumes trägt, hat an der Schule Tradition. Zu vergeben sind für den neuen Jahrgang der Apfel, die Birne, die Kirsche, die Mirabelle, der Pfirsich und die Quitte. Fördermittel aus Programm "Gute Schule 2020" Neu wie das Schulleben an der Gesamtschule sind dann auch die Klassen in denen gelernt wird. 258.000 Euro aus dem Programm „Gute Schule 2020" sind in die Renovierung des D-Traktes geflossen, der teils auch noch von anderen Klassen genutzt wird. Der alte, abgenutzte Teppichboden wurde herausgerissen und wird durch einen strapazierfähigen, hellen Flotex-Textilbelag in den Klassen und Kautschuk im Flur durch die Firma Sirp-Bodenbeläge ersetzt. Eingebaut wurden aus Brandschutzgründen auch neue Türen. Die Klinkerwände in den Räumen werden gereinigt, Malerarbeiten ausgeführt, neue Spülarmaturen eingebaut und die alte Deckenverkleidung durch helle Akustikdecken ersetzt. In den Klassen stehen auch schon unter Folie die neuen elektronischen Tafeln (Whiteboards). Die neuen elektronischen Tafel sind noch verpackt Auch der Außenbereich der Schule ist in der Ferienzeit eine Baustelle. Vor gut vier Wochen hat die Firma Hillbau aus Hille mit dem Bau der acht neuen Bushaltestellenpunkte begonnen. Erst wurde der Unterbau hergestellt, aktuell werden die Borde und Rinnen gesetzt. Dann bekommen die Busspuren noch eine Asphaltdecke und die Aufstellflächen werden gepflastert. Mit 260.000 Euro ist die Maßnahme veranschlagt, für die es eine 90-Prozent-Förderung vom Nahverkehr Westfalen-Lippe gibt. Damit soll die Situation für die Schüler und die Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs verbessert werden. Die neuen Bushaltestellenpunkte werden allerdings nicht sobald fertig sein. „Wir streben das Ende der Herbstferien an", sagt Joachim Struckmeyer vom Fachbereich Technik.

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