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Möchte ins Europaparlament: Micha Heitkamp kämpft für ein sozial gerechtes Europa, das allen Menschen gute Perspektiven bietet. - © Foto: Klaus Frensing
Möchte ins Europaparlament: Micha Heitkamp kämpft für ein sozial gerechtes Europa, das allen Menschen gute Perspektiven bietet. | © Foto: Klaus Frensing

Hüllhorst Kandidat für Europa gibt Visitenkarte ab

Bei der SPD-Gemeindeverbandskonferenz rührt Micha Heitkamp (28) bei den Hüllhorster Sozialdemokraten die Werbetrommel für sich selbst. Er ist ein glühender Europäer

Klaus Frensing
11.02.2019 | Stand 11.02.2019, 12:25 Uhr

Hüllhorst (KF). "Nationalismus, Populismus und Protektionismus haben bislang immer ins Unglück geführt." Micha Heitkamp ist ein glühender Europäer. Ein geeintes Europa stehe für Frieden und Freiheit. Der Bezirksvorsitzender der Jusos und stellvertretende Vorsitzender der SPD in OWL tritt am 26. Mai bei der Europawahl für die SPD an. Und rührt derzeit landauf, landauf die Werbetrommel, am Samstag auf der Gemeindeverbandskonferenz der Hüllhorster SPD im Dorfgemeinschaftshaus Schnathorst. "Unser Kandidat für Europa", stellte Niklas Krusberski den 28-jährigen Hiller vor. Bei der Wahl gelte es, ein klares Zeichen gegen den aufkeimenden Rechtspopulismus und Nationalismus in Europa zu setzen, in Deutschland gegen die AfD. "Wer AFD wählt, wählt Hass und Gewalt!", betonte er. Der Mindener AfD-Landtagsabgeordnete Thomas Röckemann sei kein stumpfer Rechtspopulist. "Wenn er aber Churchill als ,Massenmörder? und den Zweiten Weltkrieg als ,Bombenmord an Deutschen? bezeichnet, scheint sehr deutlich und kaum noch getarnt seine nationalsozialistische Gesinnung durch", betonte Heitkamp. Solche Leute, die gut bezahlt in Parlamenten sitzen, müssten weiter bekämpft werden. Jungen Menschen eine Perspektive geben Eine wichtige Aufgabe Europas sieht Heitkamp darin, den kommenden Generationen eine gute Perspektive zu bieten. Viele Menschen hätten heute das Gefühl, dass das soziale Gleichgewicht nicht mehr stimme und der gesellschaftliche Zusammenhalt ins Wanken gerate. Dabei gehöre zu den Grundlagen einer Demokratie, dass die Menschen gute Arbeit haben und ein funktionierender Sozialstaat ihnen Sicherheit gebe. So hätte auch ein harter Brexit schwerwiegende wirtschaftliche und soziale Konsequenzen für Menschen in Großbritannien, aber auch bei uns. "Lasst uns den Britinnen und Briten mehr Zeit geben und diese nutzen, um für ihren Verbleib in der EU kämpfen!" Viele Staaten in Südeuropa litten unter einer hohen Verschuldung. Doch anstatt ihnen die Daumenschrauben anzulegen, müssten wir es schaffen, dass die Regierungen in die Zukunft investieren, um den den jungen Menschen Perspektive zu geben. Die kommenden Generationen erbten auch immer die funktionierende oder nichtfunktionierende Infrastruktur. "Wir brauchen auf gesamteuropäischer Ebene mehr Spielräume für Zukunftsinvestitionen." Dazu gehöre auch, dass die globalen Konzerne vernünftig Steuern zahlen und nicht Schlupflöcher innerhalb Europas nutzen können. Wie bedeutsam ein geeintes Europa für Frieden und Freiheit ist, verdeutlichten Hans Schwitalski und Susanne Schnake. Nur ein geeintes Europa könne als drittgrößter Wirtschaftsraum die ökonomischen Herausforderungen in Zukunft bewältigen. Dazu gehöre auch eine gemeinsame Energiepolitik, wie Günter Niedringhaus forderte.

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