Gatulierten Günter Althoff: Bürgermeister Bernd Poggemöller (v.l.), Kundin Helga Kröger, Werner und Luise Klemme, Christian Stuke und Norbert Bökhaus. Ganz rechts steht Althoff an seinem Fischstand. - © Dirk Windmöller
Gatulierten Günter Althoff: Bürgermeister Bernd Poggemöller (v.l.), Kundin Helga Kröger, Werner und Luise Klemme, Christian Stuke und Norbert Bökhaus. Ganz rechts steht Althoff an seinem Fischstand. | © Dirk Windmöller

Löhne Günter Althoff verkauft mit 88 Jahren Forellen auf dem Findeisenplatz

Wochenmarkt: Der Mann aus Tengern ist der älteste Händler. Seit mehr als 20 Jahren bietet er frischen Fisch an

Löhne. Das ruhige Rentnerleben ist nichts für Günter Althoff. Seit mehr als 20 Jahren kommt er mit seinem Bulli aus Tengern und verkauft selbst gezüchtete Forellen aus seinem Familienbetrieb. Allein das wäre nichts Besonderes. Allerdings ist der Mann im Dezember 88 Jahre alt geworden und damit der älteste Beschicker des Wochenmarktes auf dem Findeisenplatz. Bürgermeister Bernd Poggemöller bedankte sich für seinen Einsatz mit einer Urkunde und einem Präsentkorb. „Schön, dass Sie hier schon so lange durchhalten." Wenn es nach Althoff geht, dann wird das auch noch ein paar Jahre so bleiben. „Solange meine Füße mich tragen, werde ich hier meinen Stand aufbauen", sagt Althoff. Ganz frisch sind die Forellen, die er in seiner Auslage hat. „Diese hier, die waren heute morgen noch im Teich", sagt er und zeigt auf die frischen Fische. Die geräucherten sind kaum älter. Sie wurden am Vortrag geschlachtet. 13 Teiche Althoff verkauft die Fische aus seinem Familienbetrieb. „Wir haben 13 Teiche, einer ist für private Angler", sagt er. Sein Sohn betreibt die Forellenzucht hauptberuflich. Günter Althoff verkauft die Fische auf vier Wochenmärkten: in Lübbecke, Espelkamp, Minden und Löhne. „Hier in Löhne ist der Markt zwar sehr klein. Aber wir haben unsere Stammkunden, die regelmäßig kommen." Von ihren Stammkunden profitieren auch die anderen Markthändler. Neben Althoff sind das Norbert Bökhaus, der Produkte aus Pferdefleisch anbietet, die Imker Werner und Luise Klemme sowie Renate Stuke und ihr Sohn Christian, die Obst und Gemüse verkaufen. „Ich werde den Stand von meiner Mutter übernehmen. Dann betreiben wir das hier auch schon in der zweiten Generation." Direkt ab 14 Uhr sind auch an diesem regnerischen Tag zahlreiche Kunden am Stand der Stukes. „Es hat sich herum gesprochen, dass wir immer sehr gute Qualität bieten", sagt Christian Stuke. Poggemöller hofft auf Vergrößerung des Marktes Ebenfalls bei Wind und Wetter sind die Imker Werner und Luise Klemme auf dem Markt. „Wir bieten hier nur unseren eigenen Honig an", sagt Werner Klemme. Und auch Produkte, für die ebenfalls die Bienen verantwortlich sind. „Wir verkaufen Kerzen aus Bienenwachs", sagt Luise Klemme. Die würden bei den Kunden nicht nur wegen ihres besonderen Dufts gut ankommen. „Ich habe eine Kundin, die die Kerzen kauft, weil ihr Mann Asthma hat. Der muss im Gegensatz zu anderen Kerzen bei Kerzen aus Bienenwachs nicht husten." Bürgermeister Bernd Poggemöller hat die Hoffnung nicht aufgegeben, dass der Markt eines Tages wieder größer wird. „In der Innenstadt tut sich was und davon wird bestimmt auch der Markt profitieren."

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