Schließt: Der Aldi in Hüllhorst. Eröffnet wird er in der Nachbarstadt Löhne ein neuer und größerer Markt, der an ein Einkaufszentrum angegliedert ist. - © Stephan Pfeiffer
Schließt: Der Aldi in Hüllhorst. Eröffnet wird er in der Nachbarstadt Löhne ein neuer und größerer Markt, der an ein Einkaufszentrum angegliedert ist. | © Stephan Pfeiffer

Hüllhorst Aldi-Nachfolge in Hüllhorst noch ungeklärt

Wegzug: Ende November verlässt der Discounter das Gebäude an der Lusmühlenstraße. Bürgermeister wünscht sich weitere Nutzung für Einzelhandelszwecke. In Levern und Pr. Oldendorf schloss Aldi ebenfalls die Türen

Sandra Spieker-Beutler
Joern Spreen-Ledebur

Hüllhorst. Die Zeit läuft: Am 29. November wird der Aldi-Markt in Hüllhorst geschlossen. Dann zieht der Markt, der 23 Jahre im eigenen Gebäude an der Lusmühlenstraße ansässig war, mit einem neuen Filialkonzept zum 30. November an die Lübbecker Straße in Löhne-Mennighüffen (die NW berichtete). Wie das Unternehmen mitteilt, werde es zur Neueröffnung in Löhne-Mennighüffen viele Aktionen und ein großes Gewinnspiel für die Kunden geben. Im Sommer hatte das Unternehmen den Umzug und die Schließung der Hüllhorster Filiale mitgeteilt. Grund sei, dass das Grundstück wie auch das eigene Gebäude mit einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern zu wenig Spielraum für Modernisierungen und Erweiterungen biete. So setze Aldi heute auf größere Verkaufsflächen sowie auch auf große Parkflächen. Der neue, etwa sechs Kilometer entfernte Standort, ist zudem an ein Einkaufszentrum mit einem Drogeriemarkt und weiteren Filialisten angebunden. Die neue Filiale habe eine Verkaufsfläche von 1.000 Quadratmetern. In Levern und Pr. Oldendorf folgte Sonderposten-Börse Wie Manuel Sentker, zuständig für Unternehmenskommunikation bei Aldi Nord, erklärte, sei bezüglich der Nachnutzung des Gebäudes in Hüllhorst noch keine Entscheidung gefallen. "Grundsätzlich sind wir weiterhin offen für Gespräche mit möglichen Interessenten." Auch aus Pr. Oldendorf hat sich Aldi Anfang des Jahres zurückgezogen. Die zu klein gewordene Filiale an der Osnabrücker Straße (B 65) wurde aufgegeben. Dabei seien alle von Seiten der Stadt Pr. Oldendorf beantragten Entwicklungsabsichten genehmigt worden, wurde damals betont. Im Mai dieses Jahres eröffnete in der Immobilie der Sonderposten-Markt Posten-Börse eine Filiale. Im Stemweder Ortsteil Levern hatte die Aldi-Filiale am 7. November 2015 ihre Pforten geschlossen. Der Discounter hatte damals darauf hingewiesen, dass er seine Verkaufsstätten durchgehend vergrößern wolle, aber dass es Standorte gebe, an denen das wirtschaftlich keinen Sinn mache. In dünner besiedelten Regionen sei die Erweiterung wirtschaftlich nicht immer darstellbar. Nach einiger Zeit des Leerstands hatte dann im April 2017 so wie in Pr. Oldendorf eine Filiale der Posten-Börse im früheren Aldi Levern eröffnet. Aldi-Filiale in der "Neuen Mitte" in Espelkamp wurde aufgewertet Anfang des vorigen Jahres hatte die Aldi-Filiale an der General-Bishop-Straße in Espelkamp geschlossen. Diese angemietete Immobilie war nach Unternehmens-Angaben ebenfalls zu klein geworden. Aufgewertet wurde dagegen die Aldi-Filiale in der "Neuen Mitte" in Espelkamp. Das Grundstück, auf dem sich der Aldi-Markt in Hüllhorst befindet, liegt im ursprünglichen Bebauungsplan Nr. 5 "Gewerbegebiet Hüllhorst" aus dem Jahr 1972. Auf dem Grundstück sind nach der seinerzeit geltenden Baunutzungsverordnung aus dem Jahr 1968 nicht wesentlich störende Gewerbebetriebe und Einzelhandel bis zu 800 Quadratmeter zulässig, so Bürgermeister Bernd Rührup. Das Grundstück sei im privaten Eigentum und somit habe die Gemeinde zunächst keinen Einfluss auf die Nachfolgenutzung. "Eine weitere Nutzung für Einzelhandelszwecke wäre grundsätzlich wünschenswert", sagt Bernd Rührup. Sollte eine Nachfolgenutzung der städtebaulichen Entwicklung der Gemeinde Hüllhorst widersprechen, so könne zur Sicherung der Planung für den Bereich eine Veränderungssperre durch den Rat der Gemeinde beschlossen werden.

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