Organisation: Während der Übung, die mehr als eine Stunde andauerte, war es die Aufgabe der Gruppenführer, den Einsatz zu koordinieren. Dabei ist behutsames Vorgehen wichtig, um Fehler zu vermeiden. Diese könnten schwerwiegende Konsequenzen haben. Fotos: N. Brümmelhorst - © Noah Brümmelhorst
Organisation: Während der Übung, die mehr als eine Stunde andauerte, war es die Aufgabe der Gruppenführer, den Einsatz zu koordinieren. Dabei ist behutsames Vorgehen wichtig, um Fehler zu vermeiden. Diese könnten schwerwiegende Konsequenzen haben. Fotos: N. Brümmelhorst | © Noah Brümmelhorst

Hüllhorst Feuerwehr übt bei Firma Maschmeier

Die Löschgruppen Tengern und Bröderhausen inszenieren einen Tischlereibrand. Es ging um die Menschenrettung

Noah Brümmelhorst

Hüllhorst-Tengern. "Tischlereibrand in einer Lagerhalle der Firma Maschmeier in Tengern. Personen sind in der verrauchten Halle." Das sind klare Ansagen für die Löschgruppen Tengern und Bröderhausen der Freiwilligen Feuerwehr Hüllhorst. Nun war das beschriebene Szenario glücklicherweise eine Übung. Aber auch hier wurde von den Einsatzkräften Vieles abverlangt, denn wenn es zu einem Ernstfall kommt, muss man gewappnet sein. Am Samstag stellte die Firma Maschmeier Objekteinrichtungen eine ihrer Lagerhallen der Feuerwehr zur Verfügung, um Personenrettung und Brandbekämpfung zu üben. Geschäftsführer Bernd Maschmeier erklärte, dass es besonders wichtig sei, dass sich die Feuerwehren in den örtlichen Unternehmen auskennen, um bei einem Brand gezielt vorgehen zu können. Im vergangenen Jahr brannte es ein Stück entfernt von der Firma. Damals habe die Feuerwehr ihren Job so gut gemacht, dass ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindert werden konnte. Unter nahezu realen Bedingen geprobt Für die Feuerwehr der Tag bei der Firma Maschmeier eine willkommene Möglichkeit, unter nahezu realen Bedingungen zu proben. Mithilfe einer Nebelmaschine wurde die Lagerhalle stark eingenebelt, was den Einsatz von Atemschutzgeräten erforderte. Neben optischen Effekten setzte die Feuerwehr auch auf akustische Simulationen in Form von Sirenen, die die Arbeit in der Halle erschwerten. Zudem wurden von den beiden Initiatoren der Übung, Peter Heine (Bröderhausen) und Christian Petrich (Tengern), Übungspuppen in dem Gebäude versteckt, die von den Einsatzkräften geborgen werden mussten. Um das zu bewältigen, rückte je ein Fahrzeug aus den beiden beteiligten Gemeinden an, die nötige Materialen mit sich brachten. "Vorrangig ist in jedem Fall die Menschenrettung. Außerdem ist ein sauberer Ablauf der Übung enorm wichtig, um Erlerntes korrekt  zu verfestigen", so Christian Petrich. Während der Übung, die mehr als eine Stunde andauerte, war es die Aufgabe der Gruppenführer, den Einsatz zu koordinieren. Dabei ist behutsames Vorgehen wichtig, um Fehler zu vermeiden, denn diese könnten schwerwiegende Konsequenzen haben. Beobachtet wurde der gesamte Ablauf von den beiden Initiatoren, die im Anschluss an die Übung ein Fazit zogen und mögliche Probleme oder Schwierigkeiten erläuterten. Petrich fasste am Ende der Übung zusammen, dass "Vieles schon sehr gut lief, an einigen Stellen aber kleine Fehler passiert sind. Dafür ist eine solche Übung ja da, damit im Ernstfall alles glatt läuft." Im Anschluss honorierte die Firma Maschmeier den Einsatz mit einem gegrillten Spanferkel und einem Umtrunk. "Und ganz bestimmt wird man auch ein weiteres Mal hier auf dem Gelände eine Übung durchführen können", so Bernd Maschmeier. Im Schnitt finden solche Übungen drei bis vier Mal im Jahr statt.

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