Noch immer geschlossen: Durch Feuchtigkeit hat der Dorfgemeinschaftsraum in Büttendorf massiv Schaden genommen. Das Foto zeigt Susanne Sassenberg und Dieter Westerholt von der Verwaltung bei einer Begutachtung Anfang des Jahres. - © Foto: Kirsten Tirre
Noch immer geschlossen: Durch Feuchtigkeit hat der Dorfgemeinschaftsraum in Büttendorf massiv Schaden genommen. Das Foto zeigt Susanne Sassenberg und Dieter Westerholt von der Verwaltung bei einer Begutachtung Anfang des Jahres. | © Foto: Kirsten Tirre

Hüllhorst Landeszuschüsse für Projekte der Dorferneuerung

Gute Nachrichten: NRW-Heimatministerium bewilligt mehr als 400.000 Euro für Vorhaben, die die Identifizierung mit dem ländlichen Lebensraum stärken sollen. Größte Förderzusage für Büttendorf und Holsen

Kirsten Tirre

Hüllhorst. Ende Mai informierte die Bezirksregierung die Kommunen und Kreise über den möglichen Erlass des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung NRW, das Mittel für die Dorferneuerung vorsah. Die Hüllhorster Verwaltung reagierte schnell und meldete bis zur Frist Ende Juni vorsorglich Maßnahmen von gemeindlicher und privater Seite an. Das hat sich gelohnt. Mit rund 428.000 Euro unterstützt das NRW-Heimatmuseum nun vier Projekte in Hüllhorst. Davon sind allein 250.000 Euro Landesförderung für die Errichtung eines Dorfgemeinschaftshauses mit Mehrzweckräumen in Büttendorf vorgesehen, was die Dorfgemeinschaft sehr freuen dürfte. Wie mehrfach berichtet, ist der Dorfgemeinschaftsraum an der Grundschule wegen Feuchtigkeitsschäden schon länger nicht nutzbar. Den Neubau eines Dorfgemeinschaftshauses in Büttendorf hatte die Verwaltung mit 500.000 Euro beziffert. Beim Dorferneuerungsprogramm 2018 liegt der Fokus der Landesregierung auf Maßnahmen, die die Nutzungsvielfalt, das Erscheinungsbild, die Identität und das Gemeinschaftsleben in den Dörfern und damit die Heimat stärken sollen. Als weitere Maßnahme wurde für das Förderprogramm die Neugestaltung eines Dorfplatzes am Dorfgemeinschaftshaus in Holsen angemeldet. Investitionssumme: 225.000 Euro. Die vom Ministerium zugesagte Fördersumme beträgt 136.890 Euro. Wie Bürgermeister Bernd Rührup auf Anfrage der NW sagte, habe die Verwaltung von den Zusagen auch erst gestern aus den Medien erfahren. Was Büttendorf und Holsen betrifft, würden bislang noch die entsprechenden politischen Beschlüsse fehlen, so der Bürgermeister. So war bis zur Sommerpause auch noch nicht entschieden worden, was mit dem Dorfgemeinschaftshaus in Büttendorf passiert, ob es eine Sanierung, einen Anbau oder einen Neubau gibt. Die Entscheidung obliege jetzt den Fachausschüssen und dem Rat. Bislang noch nicht enthalten in der Übersicht aller 13 im Kreis Minden-Lübbecke geförderten Projekte mit insgesamt rund 800.000 Euro ist die Sanierung eines historischen Feuerwehrgerätehauses im Ortsteil Schnathorst. Auch geplante Projekte von privater Seite, die ortsteilprägend sind, konnten angemeldet werden. Rund 40.000 Euro aus Mitteln der Dorferneuerung gibt es für zwei private Vorhaben in der Kommune. Die Renovierung des Dorfgemeinschaftshauses des Heimatvereins Singkreis Ahlsen-Reineberg (2.020 Euro Förderung) sowie die Erweiterung des Backhauses durch den Heimatverein Tengern-Huchzen (39.120 Euro Förderung). Der Fördersatz für Gemeinden konnte 65 Prozent (maximal 250.000 Euro) betragen, der Fördersatz für Private 35 Prozent (maximal 50.000 Euro). "Das Dorferneuerungsprogramm 2018 ist eine gute Möglichkeit, um die Identität in Minden-Lübbecke und die Identifikation seiner Bürger nachhaltig zu prägen und zu erhalten", freuen sich die beiden heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann und Kirstin Korte.

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