In Feierlaune: Meik Knollmann, Leiter der Feuerwehr (v. l.), Löschgruppenführer Thorsten Kleine, Bürgermeister Bernd Rührup, Oliver Fricke, erster Vorsitzender der Löschgruppe Bröderhausen, Ortsvorsteher Thomas Sieker und Peter Heine, stellvertretender Löschgruppenführer. - © Foto: Stephan Pfeiffer
In Feierlaune: Meik Knollmann, Leiter der Feuerwehr (v. l.), Löschgruppenführer Thorsten Kleine, Bürgermeister Bernd Rührup, Oliver Fricke, erster Vorsitzender der Löschgruppe Bröderhausen, Ortsvorsteher Thomas Sieker und Peter Heine, stellvertretender Löschgruppenführer. | © Foto: Stephan Pfeiffer

Hüllhorst-Bröderhausen Feuerwehr ist wichtiger Träger der dörflichen Gemeinschaft

Rundes Jubiläum: Feuerwehr Bröderhausen feiert 70-jähriges Bestehen mit buntem Programm und zahlreichen Aktionen für Kinder. Schriftführer Nikolai Peitzmeier hat Sorge wegen offener Zukunftsfragen

Stephan Pfeiffer

Hüllhorst-Bröderhausen. "Die Feuerwehren sind die frühesten, lebendigsten und mutigsten Bürgerinitiativen, die es gibt", sagte einst der ehemalige Bundespräsident Richard von Weizsäcker. Bernd Rührup, Bürgermeister der Gemeinde Hüllhorst, begrüßte mit dessen Zitat die Anwesenden der Feierstunde. Anlässlich des 70. Jubiläums der Feuerwehr Bröderhausen versammelten sich diese am Sonntagnachmittag im großen Festzelt, um gemeinsam den Höhepunkt des zweitägigen Feuerwehrfestes zu begehen. Viele Gruppen und noch mehr Helfer begeisterten die Besucher mit einem bunten Rahmenprogramm und sorgten damit für ein geselliges und unbeschwertes Wochenende für Groß und Klein. Bürgermeister Rührup begrüßte insbesondere alle Feuerwehrkameraden und -kameradinnen, die Löschgruppe Bröderhausen mit Löschgruppenführer Thorsten Kleine und Vorsitzendem Oliver Fricke, Ortsvorsteher Thomas Sieker und die Vertreter des Rates und der Verwaltung, Vereine und Gruppen. "70 Jahre Löschgruppe heißt 70 Jahre ehrenamtlicher Einsatz - ich gratuliere sehr herzlich zu diesem stolzen Jubiläum", sagte Rührup. Leider gebe es immer wieder Anlässe, die beweisen, wie wichtig die Feuerwehr sei. Bedeutung der Feuerwehr hervorgehoben Die Löschgruppe sei im Ortsteil außerdem zu einem wichtigen Träger der dörflichen Gemeinschaft geworden, hob der Redner hervor und betonte: "In einer Zeit, in der gesellschaftliches Engagement abnimmt und auch an Wertschätzung verliert, demonstrieren die Bröderhausener Feuerwehrleute in herausragender Weise, was es heißt, sich für ihre Sache und ihren Ort stark zu machen." Einen kurzen geschichtlichen Abriss der Löschgruppe gab Meik Knollmann. "Was passiert, wenn es brennt und keiner kommt?", fragte der Leiter der Feuerwehr in diesem Zusammenhang und verwies auf die Wichtigkeit einer funktionierenden Wehr. Ortsvorsteher Sieker blickte ebenfalls zurück auf die Gründung im Jahr 1948, schilderte Entwicklung und wichtige Einsätze der Gruppe und schloss mit einem Dank an alle Beteiligten und deren Rückhalt. Begonnen hatte das Fest am Samstag mit einer Vorführung der Löschgruppe Hüllhorst, in der mit einer hydraulischen Rettungsschere ein verunfalltes Auto aufgeschnitten wurde. In einer Fahrzeugvorstellung präsentierten die Gruppen aus Oberbauerschaft, Schnathorst und Tengern drei große Löschfahrzeuge. Auch kleinere Fahrzeuge, wie ein Mannschaftstransporter oder das restaurierte Tragkraftspritzenfahrzeug, wurden dabei gezeigt. Abends wurde mit Livemusik von "RIO die Band" im vollen Zelt kräftig gefeiert. Am Sonntag organisierten die Kirchengemeinde Schnathorst, Kindergarten und Kindergartenchor vormittags einen Familiengottesdienst, den Pastor Christoph Ovesiek hielt. Die Feuerwehr wurde darin als ein bedeutsames Element des Zusammenhaltes unter den Menschen und innerhalb der Gesellschaft genannt. Danach kam der Familientag richtig in Schwung. An den Ständen der "Blaulichtkids" gab es Popcorn, Kinderschminken und eine Buttonmaschine. Neun Helfer sorgten dafür, dass die Kleinen auf ihre Kosten kamen. Am Stand der Hipp-Tombola durfte jeder am Drehrad sein Glück probieren und kleine Preise einheimsen. Es konnte auf der Hüpfburg getobt werden oder man versuchte sich beim Zielspritzen der Jugendfeuerwehr Oberbauerschaft. Beliebt waren auch die individuell gestalteten Tragetäschchen des Fördervereins "Unter?m Regenbogen". Mehr als zufrieden zeigte sich Schriftführer Nikolai Peitzmeier vom Verlauf des runden Jubiläums: "Toll, dass so viele Leute da sind und dass das Zelt auf der Party so voll war, wie erhofft." Sorge bereiten ihm allerdings die "offenen Zukunftsfragen" rund um das renovierungsbedürftige Gerätehaus, das TSFW-Einsatzfahrzeug, welches in den nächsten Jahren ersetzt werden müsse, und eine diskutierte Zusammenlegung der Löschgruppen. Als Besonderheit der Bröderhausener Wehr hob er die 172 Mitglieder des Fördervereins hervor - eine Zahl die "fast rekordverdächtig" sei und "eine Sache, die uns auszeichnet". Durch seine zahlreichen Aktivitäten besitzen deshalb Verein und Feuerwehr eine "zentrale Bedeutung" für den Ort.

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