Gut besucht: Auch in Ahlsen-Reineberg stieß das Ortsteilsgespräch mit Bürgermeister Bernd Rührup auf große Resonanz Fotos: Klaus Frensing - © Klaus Frensing
Gut besucht: Auch in Ahlsen-Reineberg stieß das Ortsteilsgespräch mit Bürgermeister Bernd Rührup auf große Resonanz Fotos: Klaus Frensing | © Klaus Frensing

Hüllhorst-Ahlsen-Reineberg. Werben für den Wertstoffhof

Ortsteilsgespräch in Ahlsen-Reineberg: Bürgermeister Bernd Rührup setzt seine Tour durch die Gemeinde fort. Bürger wünschen sich Radweg und schnelleren Breitbandausbau

Klaus Frensing

Hüllhorst-Ahlsen-Reineberg. Die Ortsteilsgespräche führten Bürgermeister Bernd Rührup am Mittwochabend nach Ahlsen-Reineberg in die Grundschule, wo er von der Ortsvorsteherin Marie-Luise Rahe begrüßt wurde. Der Bürgermeister gab wie bei den vorangegangenen Treffen in den verschiedenen Ortsteilen zuerst einen allgemeinen Überblick, bevor er auf Ahlsen-Reineberg im Speziellen einging. Angesichts des sehr trockenen Sommers sprach Bernd Rührup das Thema Wasserversorgung als Erstes an. Trotz der lang anhaltenden Dürre sei diese zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen. Die Gemeinde habe nicht nur an die Bürger appelliert, mit der Ressource Wasser verantwortungsvoll umzugehen, sie sei auch selbst bei der Bewässerung von Sportplätzen und öffentlichem Grün mit sehr viel Bedacht vorgegangen. Um das gute Niveau der Gemeindestraßen in Hüllhorst aufrechtzuerhalten, sollen in den kommenden Jahren rund 100.000 bis 200.000 Euro in Deckensanierung investiert werden. In Ahlsen-Reineberg seien in den nächsten zwei Jahren keine Maßnahmen geplant. »Der Wertstoffhof wird uns nichts kosten« Ein Thema, das in den Wochen vor den Sommerferien für viel Diskussionsstoff gesorgt hatte, war der Bau eines Wertstoffhofes. Egal welcher Standort letztlich auch gewählt werde, ein Wertstoffhof sei wichtig für einen guten Service für die Menschen in Hüllhorst. Bislang gebe es vier Abfuhrtermine für Sperrmüll im Jahr sowie limitierte Abgabezeiten für Grünschnitt und Elektro-Müll. Ein Wertstoffhof dagegen sei an fünf oder sechs Tagen in der Woche geöffnet. Und: "Er wird uns nichts kosten", sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde sei verpflichtet, die Wertstoffe zu sammeln, und der Kreis für die Entsorgung zuständig. Immer ein Thema der Ortsteilsgespräche ist die Pflege des öffentlichen Grüns. Bernd Rührup machte deutlich, dass der Bauhof seine festen Arbeitsrhythmen hat. So seien beispielsweise Mitte Mai und zum Ende der Sommerferien Bankette und Wegeseitengräben an der Reihe. Kurz ging er auf die Straßenreinigungssatzung ein, die vorschreibt, dass jeder vor seiner eigenen Haustür kehren muss. Ute Lange vom Singkreis hatte schon im Vorfeld per E-Mail einige Wünsche geäußert. Deshalb waren die Büsche vor dem Übungsraum bereits geschnitten. Der Abstellraum bekommt eine neue Tür und für die mangelhafte Durchlüftung des Kellers der Schule soll ebenfalls eine Lösung gefunden werden. Viele der im vergangenen Jahr angesprochenen Dinge sind inzwischen erledigt werden, doch nicht alle. So hat sich die Situation auf dem Friedhof mit den ungepflegten Gräbern zwar verbessert, ist aber immer noch nicht zufriedenstellend. Anlieger klagen über zu schnelles Fahren Weiterhin beschweren sich Anlieger, dass rund um Schule und Kindergarten zu schnell gefahren wird, auch die Parksituation sei nicht zufriedenstellend. Hier könne man durchaus noch einmal ein Messgerät aufstellen, sagte Bezirksbeamter Dieter Granzow und wies zugleich darauf hin, dass zumeist Anlieger und Eltern zu flott unterwegs sind. In Sachen Parken mahnte er, die Kinder nicht zur Straße aus dem Auto aussteigen zu lassen. Wenig Hoffnung machte Bürgermeister Rührup, dass sich der Straßenbaulastträger mit dem von vielen Dorfbewohnern gewünschten Radweg entlang der Ahlsener Straße bis Horsts Höhe befassen werde, da bereits parallel zur viel befahrenen Ahlsener Straße ein sicherer Radweg in Richtung B 239 bestehe. Auch beim Thema schnelles Internet konnte er den Ahlsenern wenig Hoffnung machen: Der Kreis-Masterplan Breitbandausbau, in den auch Ahlsen-Reineberg aufgenommen ist, komme nur langsam voran, da es zu wenig Tiefbauunternehmen gebe, um die große Nachfrage zu befriedigen. "Im Moment kann ich nicht sagen, wie lange es noch dauern wird, zumal die Einwirkungsmöglichkeiten der Gemeinde minimal sind", sagte Bernd Rührup.

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