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Nachfolgerin von Pfarrer Friedrich Stork: Superintendent Uwe Gryczan gratuliert der Gehlenbecker Pfarrerin Barbara Fischer, die zur neuen Assessorin des Ev. Kirchenkreises Lübbecke gewählt wurde. Ihr Stellvertreter ist Pfarrer Udo Schulte aus Rahden. - © Christine Scheele
Nachfolgerin von Pfarrer Friedrich Stork: Superintendent Uwe Gryczan gratuliert der Gehlenbecker Pfarrerin Barbara Fischer, die zur neuen Assessorin des Ev. Kirchenkreises Lübbecke gewählt wurde. Ihr Stellvertreter ist Pfarrer Udo Schulte aus Rahden. | © Christine Scheele

Hüllhorst-Schnathorst Keine Pauschale für Presbyter

Denkbar knapp: Kreissynode entscheidet sich gegen eine Aufwandsentschädigung für Ehrenamtliche. Auch zum Thema kirchliche Jugendarbeit gibt es Diskussionen

Christine Scheele
27.06.2018 | Stand 27.06.2018, 10:26 Uhr

Hüllhorst-Schnathorst. In einem ganztägigen Sitzungsmarathon berieten die Synodalen am Montag auf der Tagung der Kreissynode im Schnathorster Gemeindehaus über Fragen der Leitung, Konzeption und Jugendarbeit. Superintendent Uwe Gryczan machte in seinem Bericht auf personelle Veränderungen im Kirchenkreis aufmerksam. Mehrere Pfarrer und Mitarbeiter des Kreiskirchenamtes seien in den Ruhestand gegangen oder hätten das Aufgabengebiet gewechselt. Dies ziehe Veränderungen im Kreiskirchenamt, aber auch in der gemeindlichen Arbeit nach sich. Gryczan beschrieb den Prozess der Arbeit an der Konzeption, mit der der Kirchenkreis in Zukunft Kirche gestalten möchte. Darüber hinaus ziehe das neue "Finanzmanagement" (NKF) einschneidende Veränderungen nach sich. Mit großer Eindeutigkeit wurde im Anschluss an den Superintendentenbericht Pfarrerin Barbara Fischer zur Assessorin und Pfarrer Udo Schulte zum stellvertretenden Assessor gewählt. Uwe Gryczan bedankte sich bei den Vorgängern Pfarrer Friedrich Stork und Pfarrer Steffen Bäcker für ihren Dienst. Als Abgeordneter zur Landessynode wurde Bodo Hundte, als Stellvertreter Bernhard Laabs und Sigrid Mettenbrink gewählt. Weitere Wahlen betrafen die Tageseinrichtungen für Kinder, den Nominierungsausschuss, den SJA und die Synodalbeauftragung der Küster. Weitgehende Einigkeit bei Eckpfeilern der Konzeption Nach einer engagierten Diskussion konnte die Synode dem Antrag der Kirchengemeinde Lübbecke, die Kirchenordnung so zu verändern, dass in Zukunft eine pauschale Aufwandsentschädigung für ehrenamtliche Arbeit möglich sei, bei 28 zu 27 Stimmen nicht folgen. Im Anschluss stellten Hartmut Gebauer und Peter Renschler vom Orde Veränderungen in der Struktur der Notfallseelsorge zur Entlastung der Rufbereitschaft vor. Mit großer Leidenschaft wurde die synodale Jugendarbeit diskutiert. Der Vorsitzende des Synodalen Jugendausschusses Jan-Patrick Lübbert trug die Ergebnisse des Prozesses vor. In Zukunft können die Jugendreferenten neben ihrem Dienst in der Region ihre besonderen Kompetenzen auch in anderen Regionen anbieten. Besondere Fähigkeiten können auch in anderen Regionen gebucht werden. Infrage kommen zum Beispiel Spiritualität, Beratung, Erlebnispädagogik und musikalische Bildung. Geprüft werde, ob in Zukunft Ferienspiele das Angebot erweitern sollen. Besonders schwer fiel den Synodalen die Entscheidung zum Pollertshof (die NW berichtete). Die sich anschließende Schwerpunktdiskussion zum Thema Kirchenkreiskonzeption verlief dagegen weitgehend einmütig. Ziel sei es, das "Wir-Gefühl und Miteinander zu stärken". Verkündigung, Seelsorge und religiöse Bildung seien zentrale Arbeitsbereiche des Kirchenkreises. Sie sollen in allen Handlungsfeldern deutlich werden. Die nächste Kreissynode findet am Dienstag, 27. November, in Lübbecke statt.

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