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Gesamtschule Hüllhorst: Der Schule fehlt es zur Zeit an geeigneten Flächen, wo sich die Schüler bei einem Brand versammeln können. Der Sportplatz ist groß genug, aber einen gefahrlosen Zugang gibt es nicht. - © Torsten Hagemann||
Gesamtschule Hüllhorst: Der Schule fehlt es zur Zeit an geeigneten Flächen, wo sich die Schüler bei einem Brand versammeln können. Der Sportplatz ist groß genug, aber einen gefahrlosen Zugang gibt es nicht. | © Torsten Hagemann||

Hüllhorst Handlungsbedarf an der Gesamtschule

Schulleiterin Marina Butschkat-Nienaber legt eine Liste mit teils erheblichen Mängeln vor. Dringend erforderlich ist eine bessere Vorsorge für den Brandfall

Klaus Frensing
29.03.2018 | Stand 29.03.2018, 10:20 Uhr

Hüllhorst. Es hat schon Tradition, dass die Leiterin der Gesamtschule Hüllhorst einmal im Jahr dem Schulausschuss ausführlich über das Schulleben und Aktivitäten ihrer Schule berichtet, aber auch klar die Probleme benennt. Dabei legte Marina Butschkat-Nienaber den Finger in die Wunde. Alle Jahre wieder Zwar sei die alte Bibliothek 2016 baulich fertiggestellt worden, doch leider bis vor Kurzem offiziell nicht nutzbar gewesen, da die erforderlichen Genehmigungen fehlten. "Das Ganze dauerte unheimlich lange und war unbefriedigend", sagte sie. Für das Geld aus dem Programm "Schule 2020" wurden Klassenräume saniert. Da der Doppelhaushalt 2017/18 erst spät verabschiedet wurde, konnten die Sanierungsarbeiten nicht rechtzeitig beginnen und mussten während des laufenden Unterrichts erfolgen. Die neu renovierten Räume seien zudem mit wischbaren Böden ausgelegt worden, die inzwischen schon wieder "schlecht aussehen", beklagte die Schulleiterin. Da das Geld nicht gereicht habe, seien die Flure noch mit dem alten Nadelfilzbelag ausgelegt und zudem die Eingänge nicht baulich angepasst worden. Sie schlug vor, Räume und Flure einheitlich mit einem waschbaren Textilbelag auszustatten. Fenster undicht, Toiletten renovierungsbedürftig Auf der Prioritätenliste ganz oben steht die Renovierung der Toiletten. Sie seien im A- und im B-Turm noch aus Hauptschulzeiten. "Viele Fenster sind undicht und defekt. Da braucht man über Heizkostenersparnis nicht mehr zu sprechen", unterstrich sie. Insgesamt fehle es an kontinuierlichen Reparaturarbeiten. Ein ganz heißer Punkt sei außerdem das Verfahren und Verhalten im Brandfall. "Feuerwehrübungen und ein Fehlalarm haben gezeigt, dass in diesem Bereich akuter Handlungsbedarf besteht", betonte sie. Bislang verfüge die Gesamtschule über einen Hausalarm. Das bedeute, dass die Feuerwehr nicht automatisch gerufen werde. "Aus Gründen der Zeitersparnis ist aber ein direkter Ruf der Feuerwehr unbedingt erforderlich", forderte sie eine Aufschaltung zur Feuerwehr. Die erforderlichen Maßnahmen wie eine Schaltanlage zur Feuerwehr oder die Umrüstung der Alarmkästen zu roten Feueralarmkästen müssten umgehend erfolgen. Im Brandfall: Sichere Aufstellfläche fehlt Außerdem fehle bereits seit Langem eine geeignete große Aufstellfläche für Schüler im Brandfall. Zur Zeit stünden sie an der Straße am Drosselweg und der Osterstraße, was höchst gefährlich sei, da beim Brand einer Schule Feuerwehren und Krankenwagen in großer Zahl anrückten. Der Sportplatz sei sehr gut geeignet, es fehle jedoch ein gefahrloser Zugang. "Das Schaffen einer übersichtlichen Aufstellfläche mit Abstand zum Gebäude ist dringend erforderlich", unterstrich Marina Butschkat-Nienaber. "Der Bericht schockiert" Dass dringend etwas getan werden muss, war im Schulausschuss einhellige Meinung. "Der Bericht schockiert ein wenig", gab Lars Wunderlich zu. Ausschussvorsitzender Andreas Jaeger schlug vor, sich nach den Osterferien vor Ort zu treffen, um "informell" zu schauen, was getan werden müsse. Bürgermeister Bernd Rührup betonte, dass die Verwaltung sich im Rahmen ihrer Möglichkeiten bemühe, die Arbeiten aber auch eine sorgfältige Planung erforderten. "Der Fachbereich Technik tut, was er kann", hob Marina Butschkat-Nienaber die gute Zusammenarbeit hervor. "Es gibt viel zu tun, packen wie es an", sagte Bernd Rührup, wies aber auch darauf hin, dass die Zuständigkeit für Baumaßnahmen letztlich beim Bauausschuss liege.

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