Arbeiten Hand in Hand: Günter Obermeier (r.) und Jürgen Meyer zu Kniendorf haben das Projekt "Schnelles Internet über Glasfaser" für Oberbauerschaft koordiniert. Meyer zu Kniendorf zeigt den Straßenplan, Obermeier ein Schild, mit dem in der Bevölkerung für die Unterzeichnung von Vorverträgen geworben wurde. - © Hans-Günther Meyer
Arbeiten Hand in Hand: Günter Obermeier (r.) und Jürgen Meyer zu Kniendorf haben das Projekt "Schnelles Internet über Glasfaser" für Oberbauerschaft koordiniert. Meyer zu Kniendorf zeigt den Straßenplan, Obermeier ein Schild, mit dem in der Bevölkerung für die Unterzeichnung von Vorverträgen geworben wurde. | © Hans-Günther Meyer

Hüllhorst Oberbauerschaft kommt ans Glasfasernetz

Projekt kommt gut voran

Hans-Günther Meyer

Hüllhorst-Oberbauerschaft. Von den Themen, die derzeit die Einwohner in Oberbauerschaft bewegen, geht aktuell mit dem Anschluss an das Glasfasernnetz die größte positive Strahlkraft aus. Wie die NW berichtete, begeisterte das Projekt "Schnelles Internet" 75 Menschen über Facebook und WhatsApp. Unter dem Dach der Oberbauerschafter Dorfgemeinschaft kam eine Partnerschaft mit dem Anbieter "Gustav Internet" zustande. Von der Dorfgemeinschaft engagierten sich Günter Obermeier und Jürgen Meyer zu Kniendorf als Koordinatoren. Der Anbieter forderte 430 Nutzverträge, um den Anschluss an das Glasfasernetz für sich wirtschaftlich verantworten zu können. "In den Verhandlungen mit der Firma haben wir als zusätzliche Leistungen erreicht, dass in den Verträgen mit den Einwohnern eine Telefonflatrate enthalten ist und die Internet-Datenmengenbegrenzung entfällt", hebt Günter Obermeier hervor. 37 ehrenamtliche Mitwirkende schwärmten im Dorf aus und sprachen mit Nachbarn und anderen Bekannten. Sie sorgten dafür, dass die Zahl von 430 Verträgen bereits etwa vier Wochen vor der Frist am 31. Dezember erreicht war. "Diesen Bürgern gilt unserer besonderer Dank, denn mit Informationsblättern hätten wir die notwendige Zahl der Verträge höchstwahrscheinlich nicht erreicht", betont Jürgen Meyer zu Kniendorf. In den letzten Wochen erhielt das Projekt einen weiteren Schub nach vorne. Am 31. Dezember gab es 620 Vertragspartner, die einmalig 99 Euro und monatlich 45 Euro für die Leistungen DSL 100.000 plus Telefonflatrate bezahlen. Um weiteren Dorfbewohnern die Möglichkeit zu bieten, günstig an das Glasfasernetz angeschlossen zu werden, habe Gustav-Net die Frist bis zum 28. Februar verlängert. "Später kostet der Glasfaser-Hausanschluss nicht mehr 99 Euro, sondern 1.250 Euro", erklärt Jürgen Meyer zu Kniendorf. Weniger erfreulich ist für die Dorfbewohner das Thema um das seit dem Frühsommer 2016 geschlossene Lehrschwimmbecken der örtlichen Grundschule. "In der Bevölkerung entwickelt sich Unmut darüber, dass es immer noch keinen Termin für die geplante Wiedereröffnung des Lehrschwimmbeckens gibt", stellt Obermeier heraus. Er sei schon von Dorfbewohnern angesprochen worden, eine Unterschriftenaktion zu starten, um deutlich zu machen, dass das Lehrschwimmbecken zum Wohl der Kinder so schnell wie möglich wieder in Betrieb genommen werden müsse. Eine positive Nachricht kann der Vorsitzende der Dorfgemeinschaft vermelden, was den Bau einer Wohnanlage im Dorf betrifft, die den Bedürfnissen von Senioren in zeitgemäßer Art entspricht. Beim "Oberbauerschafter Firmengespräch" vor wenigen Monaten musste Günter Obermeier den Teilnehmern mitteilen, dass der bisherige Investor "abgesprungen" sei und sich nun die Frage stelle, ob das Projekt in absehbarer Zukunft überhaupt noch umsetzbar sei. "Es gibt einen neuen Investor, der an dem Projekt ernsthaft interessiert ist", nennt Obermeier die gute Nachricht. Abzuwarten bleibe jetzt das Ergebnis der Grundstücksverhandlungen des Investors mit dem Eigentürmer.

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