Einen konkreten Standort für die angedachte altengerechte Wohnanlage in Oberbauerschaft kann die Dorfgemeinschaft noch nicht nennen. Ziel ist aber, dass die Anlage zum Wohl der Bewohner im Bereich des Dorfzentrums entstehen soll. - © FOTO: HANS-GÜNTHER MEYER
Einen konkreten Standort für die angedachte altengerechte Wohnanlage in Oberbauerschaft kann die Dorfgemeinschaft noch nicht nennen. Ziel ist aber, dass die Anlage zum Wohl der Bewohner im Bereich des Dorfzentrums entstehen soll. | © FOTO: HANS-GÜNTHER MEYER

Hüllhorst Dorfgemeinschaft plant Wohnanlage

In Oberbauerschaft sollen altengerechte Unterkünfte entstehen / Bedarfsanalyse wird erstellt

Hüllhorst-Oberbauerschaft. Soweit bekannt, ist es einzigartig in der Region, dass eine Dorfgemeinschaft eine altengerechte Wohnanlage im eigenen Dorf initiiert und plant, damit Bewohner auch im Alter in Dorf leben können, wenn sie auf sich allein gestellt sind.

Beim Kreiswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft" brachte das Projekt viel Anerkennung ein. "Beim Landeswettbewerb 2015 können wir vielleicht schon Einzelheiten präsentieren und werden das Projekt auf auf Landesebene neben unseren vielen anderen Aktivposten in die Waagschale werfen", erklärte Günter Obermeier als Vorsitzender der Dorfgemeinschaft.

Bei Besuchen von Seminaren und Workshops nahm die Idee für eine altengerechte Wohnanlage Gestalt an. Die Dorfgemeinschaft führte dann Gespräche mit potenziellen Betreibern und einem Vertreter des NRW-Fachbüros. Über das Büro bekam die Dorfgemeinschaft Kontakt mit dem Institut für Gerontologie der TH Dortmund. "Dieses Institut erstellt uns jetzt auf Kosten der Dorfgemeinschaft eine Bedarfsanalyse, denn die Wirtschaftlichkeit der Anlage muss gegeben sein", erklärt Obermeier einen Teilbereich der aktuellen Planungen.

Bei der Suche nach einem Betreiber stieß die Dorfgemeinschaft beim DRK in Bielefeld auf großes Interesse. Es soll nach Fertigstellung der Anlage mit hoher Wahrscheinlichkeit als Betreiber zur Verfügung stehen.

Der Geschäftsführer des DRK Bielefeld, Michael Beimdiek, habe die Dorfgemeinschaft mit einer Firma aus Bünde in Verbindung gebracht, die von ihren Möglichkeiten her als Investor, Planer und Bauherr auftreten könne.

Ein weiterer Meilenstein der bisherigen Planungen war vor etwa einer Woche eine Zusammenkunft in der Kreisverwaltung Minden-Lübbecke mit insgesamt 15 Teilnehmern. Mit dabei waren der Hüllhorster Bürgermeister Wilhelm Henke, Sozialdezernent Hans-Joerg Deichholz, Kreisbauamtsleiter Jürgen Thielking, sein Stellvertreter Gerhard Kipp und ein Experte vom Institut für Gerontologie aus Dortmund.

Als Fazit über die Zusammenkunft sagte Obermeier: Die Gemeinde Hüllhorst und der Kreis Minden-Lübbecke stehen voll hinter unserem Projekt und wollen uns in den Bereichen Baurecht und Förderung voll unterstützen."

Als nächsten Schritt werde die Dorfgemeinschaft Bedarfszahlen liefern, die vom Institut aus Dortmund erstellt und bis zum Jahresende zur Verwendung vorliegen sollen. Danach werde es im Kreishaus in Minden eine erneute Zusammenkunft geben, in der die Förderungswürdigkeit und die Wirtschaftlichkeit konkret thematisiert würden.

Wenn dann alle Zeichen für die altengerechte Wohnanlage auf Grün stünden, werde die Dorfgemeinschaft Oberbauerschaft Anfang Januar zu einer Bürgerversammlung einladen und das Projekt vorstellen. Dann bestehe auch die Möglichkeit, an der Gestaltung des Projektes aktiv teilzunehmen und Vorschläge zu unterbreiten. Es könnten durchaus Wünsche in die Gestaltung der Anlage einfließen.

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