Der Hof auf dem der mutmaßliche Dreifachmörder und sein Helfer gewohnt haben. - © Edwin Dodd.Lavelslo
Der Hof auf dem der mutmaßliche Dreifachmörder und sein Helfer gewohnt haben. | © Edwin Dodd.Lavelslo

Hille Prozessbeginn gegen den mutmaßlichen Dreifach-Mörder aus Hille

Jürgen Mahncke

Hille/Bielefeld. Am Montag um 9 Uhr beginnt vor dem Landgericht Bielefeld der Prozess gegen den ehemaligen Fremdenlegionär Jörg W. Er ist wegen dreifachen Mordes angeklagt. Ein 24-jähriger Mann, vermutlich sein Komplize, muss sich wegen zweifachen Mordes verantworten. Er soll gemeinsam mit Jörg W. und dessen Ehefrau auf dem Gehöft in Hille gelebt haben und ist angeklagt, an zwei von drei Tötungen beteiligt gewesen zu sein. Auf zwei Höfen in Hille wurden im März die Leichen von drei Männern gefunden. Die Ermittlungen ergaben, dass sie durch Gewalteinwirkungen starben. Der 30-jährige Fadi S. aus Stadthagen war mit einem Hammer erschlagen worden. Die Tat räumte der Angeklagte bei seinen Vernehmungen ein. Zu den Funden der zwei weiteren Leichen äußerte sich der 51-jährige W. nicht. Bei diesen Opfern handelte es sich um einen 72-jährigen Nachbarn und einen 64 Jahre alten Hilfsarbeiter. Sie wurden nach aufwendiger Suche durch Leichenspürhunde der Mordkommission entdeckt, vergraben auf dem angrenzenden Hofgelände. Nach zwei eingegangen Vermisstenmeldungen bei der Polizei am 4. und 5. März war schnell klar, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Verschwinden des jetzt angeklagten Jörg W. und Fadi S. geben musste. Er wurde kurze Zeit später, mit einer Hammer erschlagen, auf dem Gehöft entdeckt. Eine Öffentlichkeitsfahndung nach dem mutmaßlichen Täter Jörg W. hatte eine Woche später Erfolg. Der frühere Fremdenlegionär wurde in Reit im Winkl durch eine Spezialeinheit der bayerischen Polizei festgenommen. Die Ermittler der Mordkommission „Wilhelm" fanden kurze Zeit später noch die Leichen des Rentners Gerd F. und des Hilfsarbeiters Jochen K. auf dem Grundstück. Als mutmaßlicher Mittäter bei zwei der drei Morde wurde ein 24-jähriger Zeitsoldat festgenommen. Für den Mordprozess, der unter verschärften Sicherheitsbedingungen abläuft, sind zunächst 14 Verhandlungstage angesetzt.

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