Ermittler auf dem Gehöft in Hille, hier wurde am Freitag die Leiche von Fadi S. gefunden. - © Stefanie Dullweber
Ermittler auf dem Gehöft in Hille, hier wurde am Freitag die Leiche von Fadi S. gefunden. | © Stefanie Dullweber

Hille Leichenfund in Hille: Trittbrettfahrer starteten Erpressungsversuch

Stefan Koch
Ilja Regier

Stefanie Dullweber

Hille. Am Dienstag waren Leichenspürhunde auf dem Gehöft in Hille, wo bereits die Leiche des Stadthägers Fadi S. gefunden wurde, und dem Haus des unter Mordverdacht stehenden Jörg W. im Einsatz. Im Zusammenhang mit dem Verschwinden und der Vermisstenanzeige des späteren Opfers Fadi S. sind zudem Bedrohungen in Sozialen Netzwerken aufgetaucht. Außerdem gab es einen Erpressungsversuch gegen die Familie des Toten. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen die Leiche von Fadi S. nach der Obduktion zur Bestattung freigegeben. Die Beisetzung findet am Mittwoch in Hannover statt. Die Familie des Getöteten hat sich bereits auf die juristische Aufarbeitung des Tötungsdeliktes vorbereitet und den Monheimer Anwalt Samir Omeirat mit der Vertretung in der Nebenklage beauftragt. Gegenüber dem Mindener Tageblatt bestätigte der Anwalt, dass es zu einer versuchten Erpressung der Familie gekommen sei, als diese über eine Vermisstenanzeige nach dem 30-Jährigen gesucht habe. Nach Omeirats Informationen gebe es aber keine Hinweise darauf, dass der in diesem Zusammenhang bei der Polizei erschienene Mann aus Bad Oeynhausen auch Täterwissen verbreitet habe. Dieses Gerücht ging auf einen Facebook-Beitrag zurück. Axel Bergmann, Pressesprecher der Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg, erklärte seine Dienststelle verfolge täglich entsprechende Veröffentlichungen in den Sozialen Netzwerken. Dabei seien auch Bedrohungen gefunden worden, die die Urheber kurze Zeit später wieder gelöscht hätten. „Wir prüfen derzeit, ob sich daraus strafrechtlich relevante Inhalte ergeben haben."

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