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Thorsten Blauert, neuer Sachgebietsleiter Stadtplanung und Bauordnung, vor seinem PC. - © FOTO: KLAUS FRENSING
Thorsten Blauert, neuer Sachgebietsleiter Stadtplanung und Bauordnung, vor seinem PC. | © FOTO: KLAUS FRENSING

Espelkamp "Ich lasse mich auf die Stadt ein"

Thorsten Blauert neu in Bauverwaltung

VON KARSTEN SCHULZ
08.12.2013 | Stand 06.12.2013, 19:11 Uhr

Espelkamp. In der Hierarchie des Fachbereiches 3 "Kommunales Bauen" und Wirtschaftsförderung, das Heiner Brockhagen untersteht, kommt er gleich nach ihm: Seit November arbeitet Thorsten Blauert als neuer Sachgebietsleiter für die Bereiche Stadtplanung, Bauordnung, Umwelt, Denkmalschutz und das Gebäudemanagement. Er ersetzt somit die früheren Sachgebietsleiter Werner Abeln und Helmut Kruke, die sich beide im Ruhestand befinden.

Der gebürtige Hannoveraner begann sein Studium der Raumplanung gleich mit 19 Jahren an der Universität in Dortmund. Dort beschäftigte er sich mit der Geografie, lernte Bürgerbeteiligungs-Modelle und hörte interessiert zu, als es um den Begriff "Governance" ging. Stadtentwicklung in Verbindung mit Politik auf kommunaler Ebene zu steuern, ist dem 29-jährigen Newcomer daher nichts Fremdes. Hier habe er sich mit kommunaler Klimaschutz-Arbeit auseinandergesetzt und auch mitgearbeitet in den vernetzten Strukturen des Handlungskonzeptes "Soziale Stadt". Das notwendige Praktikum absolvierte Blauert in Gelsenkirchen. Dort arbeitete er in einem Stadtumbau-Büro. Von hier aus wurden in seiner Zeit Aktivitäten gebündelt – mit bürgerschaftlichem Ansatz – in der Innenstadt ein leerstehendes altes Kino wieder auf die Beine zu bringen. Aus planungsrechtlichen Gründen, so Blauert, musste das Projekt schließlich scheitern. Das Referendariat absolvierte er in der erheblich kleineren Stadt Datteln. Ein weiteres Jahr hat er auch im niederländischen Nimwegen gearbeitet.

Nach seinen Erfahrungen in Dortmund und auch in Gelsenkirchen wollte er durchaus gerne wieder in einer kleineren Stadt arbeiten. Hier seien die Wege besonders kurz, die Stadtstrukturen schneller durchschaubar. So habe er sich zunächst in nördlicher Richtung beworden, in die Nähe von Osnabrück. Da könne man in einer kleineren Kommune arbeiten und das Kulturleben der nicht weit entfernten Großstadt dennoch genießen. Obwohl er noch nicht so viel von Espelkamp kennt, war ihm bereits aufgefallen, dass es hier "ein schönes Theater gibt".

Zunächst habe er gar nichts über die Stadt gewusst. Er lasse sich jetzt jedoch "ganz bewusst auf sie ein".. Natürlich sei er von Kollegen und Freunden auf den hohen Spätaussiedleranteil in Espelkamp hingewiesen worden. "Ich habe aber den Eindruck, dass dies ein sehr gut funktionierendes Stadtgebilde ist." Außerdem habe die Aufbaugemeinschaft viel in ihre Häuser investiert. "Früher habe ich schon häufig sehr viel schlechter gewohnt", sagt Blauert im Gespräch mit der NW. Aufgefallen sei ihm, dass viel 50-er Jahre Architektur vorhanden sei. Die Innenstadt sei urban und weise eine hohe Zentralität auf.

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