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Espelkamp Stadt hat die Fürsorgepflicht

Ostlandschule soll Ende des Schuljahres geschlossen werden

27.04.2013 | Aktualisiert vor 0 Minuten

Espelkamp (Kas). Ob es denn Neuigkeiten in Sachen Gemeinde-Unfall-Kasse (GUK) und Schadstoff-Befall in Räumen der Ostlandschule gebe, wollte Unabhängigen-Fraktionsmitglied Bernd Selig von der Schulverwaltung in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses wissen. Fachbereichsleiter Manfred Langhorst antwortete zunächst mit der deutlichen Aussage: "Wir sind der Auffassung, die Schule zum Ende des Schuljahres zu schließen."

"Im Moment können wir noch damit leben, dass die Räume, die beprobt sind, abgeschlossen sind." Ab dem Schuljahr 2013/14 soll jedoch in anderen Schulen oder halt in der Mittwaldschule (ehemals Ernst-Wiechert-Schule) beschult werden. Es entspreche der Fürsorgepflicht der Verwaltung, eine komplette Beprobung der Schule vornehmen zu lassen, machte Langhorst deutlich. Ein Ergebnis sei nicht vorhersehbar, so Langhorst. Für die Gesamtbeprobung benötige man mindestens ein halbes Jahr und möglicherweise für die sich dann anschließende Sanierung ein weiteres. Schon allein aus Fürsorgegründen sei es deshalb notwendig, die Kinder in der Ernst-Wiechert-Schule beschulen zu lassen.

Bürgermeister Heinrich Vieker machte deutlich, dass man alle Szenarien berücksichtigen müsse. "Wir müssen für beide Fälle Alternativen haben, ob der Entscheid nun durchkommt oder nicht." Grünen-Sprecher Andreas Sültrup stellte in diesem Zusammenhang fest, dass bisher doch nur in den Pavillons Naphthalin und Formaldehyd festgestellt worden sei. Dann reiche es doch hier zu sanieren oder einfach abzureißen.

Bürgermeister Heinrich Vieker machte deutlich, dass nur die Räume untersucht wurden, wo gesundheitliche Probleme für die Lehrkräfte bekannt wurden. Es werde "erheblich mehr Zeit in Anspruch nehmen, die übrigen Räume auch zu beproben".

Dafür müssten die Kinder an anderen Schulen oder bereits in der Ernst-Wiechert-Schule untergebracht werden. Vieker: "Ich befürchte nur, dass sie nachher von dort gar nicht mehr fortwollen."

Sültrup ließ nicht locker: "Wenn das so gesehen wird, muss doch auch an anderen Schulen und auch in der Ernst-Wiechert-Schule untersucht werden." Zum Thema "Schimmelsporen" gebe es doch nur Referenzwerte. Es sollte doch bittesehr "nicht so aufgebauscht werden", quasi, als wenn sich die Kinder in "in bedrohlichen Situationen befinden". Ansonsten wäre doch schon längst einmal etwas zu tun gewesen.

"Ich bin schon ein bisschen erstaunt, wie das Ganze hier bagatellisiert wird. Bei jedem kleinem Lebensmittelskandal muss gleich der Kopf des Ministers rollen, wenn es nach den Grünen geht."

Auch Bernd Selig (Unabhängige) empfindet es als "sehr seltsam,wie hier mit der Gesundheit der Kinder gespielt wird". Sowohl die Verwaltung wie auch Bürgermeister Heinrich Vieker warnten davor,jetzt auch "alle anderen Schulen unter Generalverdacht zu stellen".

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