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Stemwede "Aktuell bekannte Risiken sind nicht akzeptabel"

Friedhelm Ortgies und Gerd Rybak am Bohrplatz

14.02.2013

Stemwede-Oppenwehe (nw). Vom Exxon-Infomobil am Landgasthaus Stemweder Berg in Oppendorf aus starteten Friedhelm Ortgies MdL und Stemwedes Bürgermeister Gerd Rybak gestern zu einer Besichtigung des Bohrplatzes "Oppenwehe 1", wo ein Großteil der 26.000 Liter Diesel aus dem Bohrloch geholt werden soll (die NW berichtete gestern). Norbert Stahlhut, Leiter der Unternehmenskommunikation von Exxon Mobil aus Hannover, führte die Politiker über das Gelände und stellte sich ihren Fragen.

Der Lagerstätten-Drucktest in Oppenwehe im November 2010, bei welchem als sogenanntes Additiv unter anderem 26.000 Liter Diesel in den Boden eingebracht worden waren, hat bereits in den zurückliegenden Jahren weit über Stemwede hinaus für viele Diskussionen gesorgt.

Anlässlich der Entnahme des Diesels besichtigten nun Friedhelm Ortgies und Gerd Rybak das Gelände und machten sich ein eigenes Bild von den bevorstehenden Arbeiten. Im Gespräch mit den Exxon-Vertretern standen neben technischen Fragen vor allem die Sicherheitsvorkehrungen des Unternehmens und der Umweltschutz im Vordergrund. "Die aktuell bekannten Risiken für Mensch und Umwelt sind nicht akzeptabel", zeigten sich die Politiker einig in ihrer Einschätzung der Situation. Dies gelte sowohl für Lagerstätten-Drucktests als auch für alle anderen Maßnahmen.

"Es ist unabdingbar, dass ExxonMobil die Sorgen und Ängste in der Bevölkerung ernst nimmt", betonte Gerd Rybak die Bedeutung einer umfassenden Aufklärung der Anwohner.

Friedhelm Ortgies und der Bürgermeister äußerten sich positiv zur breiter aufgestellten Öffentlichkeitsarbeit des Unternehmens und der Besichtigungsmöglichkeit heute für Jedermann.

"Der Besuch vor Ort ist sehr informativ und wird bei vielen Menschen hoffentlich dazu beitragen, eine differenzierte Meinung zum Thema Fracking zu gewinnen", zeigte sich Friedhelm Ortgies gewiss. "Die aktuelle Diskussion ist noch längst nicht an ihr Ende gelangt, gerade wenn man sich vor Augen führt, dass auf Bundes- und Länderebene durchaus unterschiedliche Einschätzungen zum Fracking vorliegen. Auch die massiven Anstrengungen beim Fracking zum Beispiel in Nordamerika und der damit einhergehende Preisverfall beim Erdgas und bedingt dadurch auch bei der Steinkohle geben zu denken."

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