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Wie hier an der Spechtstraße, die etwas später als der Ahornweg entstand, sieht es im Espelkamper Westen seit den 70er Jahren fast überall aus. - © Karsten Schulz
Wie hier an der Spechtstraße, die etwas später als der Ahornweg entstand, sieht es im Espelkamper Westen seit den 70er Jahren fast überall aus. | © Karsten Schulz

Espelkamp In Espelkamp feiert ein Quartier Geburtstag und blickt auf vergangene Jahre

Ein ganzes Siedlungsgebiet feiert 50. Geburtstag – „Achter de Bahn“. Hinter Bahnhof, B 239 und Ludwig-Steil-Hof entlang der Gabelhorst ist ein buntes Wohngebiet entstanden.

Karsten Schulz
15.08.2019 | Stand 14.08.2019, 20:42 Uhr

Espelkamp. Horst Radtke, vielen Espelkampern bekannt als Vorsitzender des Pro Waldfreibadvereins und aktives Ratsmitglied, ist froh am Ahornweg zu leben. Er wohnt im elterlichen Haus und tut dies aus Überzeugung. „Das ist ein tolles Wohngebiet hier, es war immer auch ein sehr buntes Gebiet, geprägt von Menschen unterschiedlicher Herkunft aus den deutschen Ostgebieten", erinnert er sich. Inzwischen hat auch hier der Wandel eingesetzt. Insgesamt sind fast 100 Gebäude in kurzer Zeit gebaut worden Viele der ursprünglichen Besitzer sind gestorben, oftmals wollten die Kinder nicht mehr das elterliche Anwesen übernehmen und haben es nach dem Tode ihrer Eltern verkauft. Nach Studium oder Auslandsaufenthalt kamen viele einfach nicht mehr nach Espelkamp zurück und bauten sich andernorts eine neue Existenz auf. "Der Generationenwechsel hat eingesetzt" „Das ist der Lauf der Dinge und betrifft natürlich alle Einfamilienhaussiedlungen, die in dieser Zeit gebaut worden sind. Der Generationenwechsel hat eingesetzt", sagt Radtke. Dennoch ist er vermutlich nicht der einzige, der am Ort geblieben ist und sich wieder im elterlichen Haus eingerichtet hat. So kamen jetzt auch viele Anwohner des Ahornweges zusammen, um ein ganz besonderes Jubiläum zu feiern. Auch das Hochhaus Gabelhorst 33 gehört dazu Ihre Häuser sind fast alle vor genau 50 Jahren gebaut worden. Gemeinsam mit dem Ahornweg sind auch Birkenweg, Kiefernweg, Fichtenweg, Buchenweg, Eschenweg und später auch der Lindenhof und die Gebäude der Aufbaugemeinschaft entlang der Gabelhorst mit dem Hochhaus an der Gabelhorst Nummer 33 entstanden. Insgesamt fast 100 Gebäude – die meisten in aufgelockerter Einfamilienhaus-Bauweise mit mittelgroßen Grundstücken – sind ab Mitte der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts bis zu Beginn der 70er Jahre gebaut worden. Für die Stadtplaner war es seinerzeit ein wichtiges Stück neuerer Stadtentwicklung, die sich hinter dem Bahnhof („Achter de Bahn") und der Bundesstraße 239 vollzog. Ein Quartier der Händler und junger Unternehmer Gleichzeitig verband diese neue große Siedlung auch verschiedene, bereits zuvor gewachsene Siedlungsschwerpunkte, wie beispielsweise die Heinrich-Drake-Siedlung als alten Siedlungsschwerpunkt der aufblühenden Stadt Espelkamp. Ebenfalls bebaut war die Siedlung Hedrichsdorf im Bereich des Bahnhofes und des schon lange existierenden Ludwig-Steil-Hofes. Es wurde ein Quartier der Händler, Kaufleute und auch junger Unternehmer, die es in der neuen Stadt bereits zu etwas gebracht hatten oder noch bringen wollten. Horst Radtke jedenfalls freut sich: „Bis heute ist der Zusammenhalt geblieben. Auch mit den neuen Mitbürgern funktioniert das sehr gut."

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