0
Ein Güterzug auf der Bahnstrecke zwischen Rahden und Bremen. - © Joern Spreen-Ledebur
Ein Güterzug auf der Bahnstrecke zwischen Rahden und Bremen. | © Joern Spreen-Ledebur

Espelkamp/Rahden/Pr.Oldendorf Kommentar: Weichen stellen und ÖPNV ausbauen

Aufbau anstatt Redzierung. Die geplante Entwidmung des Streckenabschnitts Nienburg-Sulingen hat viele Kritiker. Mehrere Städte haben sich für deren Erhaltung ausgesprochen. Ein richtiges Zeichen sagt unsere Redakteurin.

Kirsten Tirre
22.07.2019 | Stand 22.07.2019, 17:11 Uhr

Espelkamp/Rahden/Pr. Oldendorf. Die Räte Espelkamp und Rahden haben eine Resolution gegen die geplante Entwidmung des Streckenabschnittes Nienburg–Sulingen und für die Sicherung der Bahnstrecke Bünde–Bassum verfasst. Das ist löblich. Sonst wäre das Lübbecker Land für immer von einer möglichen direkten Zuganbindung nach Bremen abgeschnitten. Auch Politiker springen auf den Zug auf und unterstützen die Forderungen der Kommunen und des Aktionsbündnisses (AEBB). Doch die Politik sollte über den Gleisabschnitt hinaus schauen. Immer noch setzen viel zu viele Bürger – auch ich – auf den Individualverkehr, statt Bus und Bahn zu nutzen. Wer über 20 Euro für ein Hin- und Rückfahrticket nach Bielefeld zahlt und zudem nur stündlich eine Anbindung hat, der setzt sich eben lieber ins Auto. Auch sonst lässt das ÖPNV-Angebot im ländlichen Raum zu wünschen übrig. Andere Länder bauen ihr Streckenangebot aus, Deutschland baut ab. Statt über eine Flugsteuer zu diskutieren, sollten endlich am Boden mit einem attraktiven ÖPNV-Angebot die Weichen für mehr Klimaschutz gestellt werden. kirsten.tirre@nw.de

realisiert durch evolver group