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Große Betroffenheit: Die Gaststätte „Zum Timpen" in Hille konnte den Ansturm der Bürger kaum fassen, die sich von den Plänen der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz ?Wickriede negativ beeinflusst sehen. Auch die Pläne der Jägerschaft auf ihrem Schießstand Wittloge werden kritisch gesehen. - © Karsten Schulz
Große Betroffenheit: Die Gaststätte „Zum Timpen" in Hille konnte den Ansturm der Bürger kaum fassen, die sich von den Plänen der Bundeswehr auf dem Truppenübungsplatz ?Wickriede negativ beeinflusst sehen. Auch die Pläne der Jägerschaft auf ihrem Schießstand Wittloge werden kritisch gesehen. | © Karsten Schulz

Hille / Espelkamp Bürger-Protest gegen "Kriegslärm"

Anlieger und Betroffene des Truppenübungsplatzes Wickriede aus Hille, Espelkamp und Uchte schließen sich zusammen

Karsten Schulz
18.05.2019 | Stand 28.05.2019, 17:29 Uhr

Espelkamp/Hille. Der große Saal der Gaststätte „Zum Timpen" in Hille platzte aus allen Nähten, als sich Bürger und Anlieger aus Hille, Espelkamp und der Samtgemeinde Uchte zur Protestveranstaltung gegen die geplante Erweiterung des Bundeswehr-Truppenübungsplatzes versammelten. Die Initiative ging von Anlieger Hans-Jürgen Fink aus, der eine Online-Petition und eine Homepage mit dem bezeichnenden Titel „Kein Kriegslärm in Hille" auf den Weg gebracht hat. Seit dem 5. Mai haben hier bereits 122 Bürger unterschrieben und ihre Adresse hinterlassen, 250 Unterstützer haben sich ebenfalls registrieren lassen. Nabu hat bereits "große Mängel" entdeckt Moderiert wurde die Veranstaltung von Johannes Beining, Leiter der Fachhochschule Minden. Wichtige Informationen für die Betroffenen hatte Rechtsanwalt Willi Broschinski, der juristische Fragen beantwortete und den aktuellen Verfahrensstand bewertete. Lothar Meckling, Kreisvorsitzender des Naturschutzbundes (Nabu) unterstützt das Anliegen der Bürger und informierte darüber, dass der Nabu bereits schwerwiegende Einwendungen gegen das Verfahren erhoben habe. Besonders beim Emissionsschutzgutachten und beim Artenschutz gibt es aus Sicht des Nabu „große Mängel". Die Organisation hatte deshalb der von der Bundeswehr beantragten Nutzungserweiterung nicht zugestimmt. Kritisiert wurde von den Bürgern sowohl das nichtöffentliche Verfahren wie auch insgesamt die Informationspolitik der Bundeswehr und der Behörden. Rechtsanwalt Willi Broschinski ermunterte alle Anwesenden, sich gegen das Verfahren zu wenden und Einwände zu erheben. Vorbelastungen durch den Schießstand Wittloge „Das können auch die machen, die nicht nur direkt neben dem Truppenübungsplatz wohnen, sondern alle, die von den Emissionen betroffen sind. Beispielsweise auch diejenigen, die in der Einflugschneise der Hubschrauber liegen, die aus Bückeburg kommen. Beantragt sind 800 Starts und Landungen pro Jahr. Deutlich wurde während der Veranstaltung, dass auch durch die Emissionen durch den benachbarten Schießplatz der Kreisjägerschaft in Wittloge-Range Vorbelastungen vorhanden seien. Auch hier ist durch die bereits genehmigte Trap- und Skeetanlage zukünftig eine weitere Verstärkung zu erwarten. „Das ist genau das Problem. Wir können überhaupt nicht abschätzen, wie stark die Belastung durch die verstärkte Nutzung des Truppenübungsplatzes in Verbindung mit den vermehrten Aktivitäten auf dem Schießplatz wird. Uns reicht es schon heute, was wir an Lärm ertragen müssen", sagt Hans-Jürgen Finke und erntet damit große Zustimmung von allen Anwesenden. Hiller, Espelkamper und Uchter wollen sich vernetzen So will man zukünftig noch stärker zusammenarbeiten und die Aktivitäten aller Anlieger auf Hiller, Espelkamper und Uchter Gebiet in Niedersachsen vernetzen. Alle wollen eine Veranstaltung der Gemeinde Hille am Dienstag, 11. Juni, ab 18 Uhr im Schulzentrum Hille besuchen. Dort haben auch Vertreter der Bundeswehr und der Genehmigungsbehörden ihr Kommen zugesagt. Die Pioniere möchten zukünftig an durchschnittlich 40 Wochen pro Jahr auf dem Gelände Übungen vornehmen. Diese sollen wöchentlich von Montagmorgen bis Freitagnachmittag exerziert werden. Vor Auslandseinsätzen soll sich dies intensivieren. In der übrigen Zeit sei mit vermehrten Hubschrauber-Aktivitäten durch die Heeresflieger zu rechnen. Zum Einsatz kommt der Pionierpanzer "Dax" Seitens der Pioniere soll es eine Gefechtausbildung im Kampfwald, eine Kraftfahrerausbildung, Biwaks, Kampfmittelabwehrausbildungen, Pionierausbildung und Hubschrauberausbildung geben. Zum Einsatz kommen der

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