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Würdenträger: Die beiden Standesbeamten Bernd Wiegmann (l.) und Hartmut Rüter (r.) stoßen mit Melanie und André Löhr auf die gelungene Zeremonie mit einem Gläschen Sekt an. - © Klaus Frensing
Würdenträger: Die beiden Standesbeamten Bernd Wiegmann (l.) und Hartmut Rüter (r.) stoßen mit Melanie und André Löhr auf die gelungene Zeremonie mit einem Gläschen Sekt an. | © Klaus Frensing

Espelkamp-Altgemeinde/Rahden Heiratsmarkt: Neuauflage nach 15 Jahren

Der Espelkamper Kameradschaftsring "Eskari" hatte wieder zum Heiratsmarkt eingeladen. Damit lebt ein alter Brauch wieder auf

Klaus Frensing
03.04.2018 | Stand 03.04.2018, 12:13 Uhr

Espelkamp-Altgemeinde/Rahden. Der Espelkämper Kameradschaftsring hat eine alte Tradition wieder aufleben lassen und nach einer 15-jährigen Pause wieder zum Heiratsmarkt geladen. Mehr als 20 Jahre war der Eskari-Heiratsmarkt in den 1980er und 1990er Jahren bis ins neue Jahrtausend hinein die Partyveranstaltung an Ostersonntag im Lübbecker Land und genoss regelrecht Kult-Status. "Das könnte man mal wieder machen" "Wir sind von vielen Leuten angesprochen worden", erzählt der Eskari-Vorstandssprecher Alexander Bremermann. "Und als wir im Vorstand über ,alte Zeiten' ins Reden kamen, entstand die Idee ,Das könnte man' mal wieder machen", fügt sein Vorstandskollege Hartmut Rüter hinzu. Natürlich - wie gehabt - an Ostersonntag im Haus Bohne in Rahden. Trauung wiederholt Gesagt, getan: In den vergangenen Tagen wurde der Festsaal des traditionsreichen Hauses, Ort vieler geselliger Veranstaltungen des Eskari, für das große Event hergerichtet und dekoriert. Sogar ein separater Raum für ein ordentliches Standesamt entstand und wurde entsprechend eingerichtet - mit Tisch und Stühlen für die Standesbeamten, einem cremefarbenen, gemütlichen Sofa für die Heiratswilligen und ihre Trauzeugen sowie einem schmucken Wandbild. Hier residierten mit Bernd Wiegmann und Hartmut Rüter gleich zwei Standesbeamte im schwarzen Anzug und mit Fliege und Zylinder sowie mit Manfred und Magdalena Kummer oder Norbert Schwake und Christian Heitland zwei wechselnde Fotografen-Teams, die das Bild für die Urkunde "schossen" und gleich ausdruckten. Ein Bund für die Nacht Noch bevor das Standesamt offiziell eröffnet war, standen die ersten Paare Schlange. Nach gewohnt kurzweiliger Zeremonie schloss Bernd Wiegmann den ersten Bund für eine Nacht "bis zum nächsten Hahnenschrei" und überreichte die Heirats-Urkunde. Und kurz nach halb Neun wurde in geselliger Runde auf das erste glückliche Paar mit einem Gläschen Sekt angestoßen. Im Saal hatte unterdessen die Band "Sunrise" das Zepter übernommen und spielte mit bekannten Hits zum Tanz auf. Noch aber hielten sich die meisten Partygäste an den Theken und Bars auf. Die früheren Jahre Ein besonderes Schmankerl hielten die Gastgeber für die Gäste parat, die noch eine historische Heiratsurkunde aus den früheren Jahren des Eskari-Heiratsmarktes vorweisen konnten. Wolfgang und Maike Rose hatten ein solches Dokument aus dem Jahr 1993 mitgebracht. "Damals waren wir erst kurz zusammen", erinnert sich Maike Rose. Inzwischen sind sie seit vielen Jahren auch ganz offiziell verheiratet und ließen es sich nicht nehmen, sich nach 25 Jahren noch einmal im Eskari-Standesamt trauen zu lassen.

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