Es duftet wunderbar: Anne und Jürgen Tönsmann kennen die heilende Wirkung dieser ungewöhnlichen Pflanze. Im heimischen Lager warten inzwischen unzählige gefüllte Säcke auf ihren Weitertransport zu Kunden in ganz Deutschland. - © Karsten Schulz
Es duftet wunderbar: Anne und Jürgen Tönsmann kennen die heilende Wirkung dieser ungewöhnlichen Pflanze. Im heimischen Lager warten inzwischen unzählige gefüllte Säcke auf ihren Weitertransport zu Kunden in ganz Deutschland. | © Karsten Schulz

Espelkamp Besondere Pflanze wird von Espelkamp aus in ganz Deutschland vertrieben

Von Afrika nach Espelkamp: Auf ihr soll Jesus zur Welt gekommen sein

Espelkamp. "Riecht sie nicht wundervoll? So fein nach Zitrone, wie Zitronengras, dabei doch würzig". Anne und Jürgen Tönsmann greifen in eine der vielen Säcke, die meterhoch getürmt im großen Teppichlager zurzeit auf den Abtransport zu vielen Kunden in ganz Deutschland warten. Heraus holen sie kurz geschnittenes "Deverra Scoparia", so lautet der lateinische Name für ein Gewächs, das am Rande der großen Sahara- oder auch der arabischen Wüste wächst. Die Nomadenvölker bezeichnen es als "Pflanze der Pflanze" oder auch "Lebenspflanze". Zurzeit hat sie Hochkonjunktur, das Geschäft blüht sozusagen. Das Teppichhaus hat den Alleinvertrieb für Deutschland und erhielt gerade eine ganz große Fuhre aus Marokko. Hunderte von Säcken, prall gefüllt mit der kurz geschnittenen, wie Heu aussehenden Wunderpflanze, füllt nur kurz das große Teppichlager. So schnall als möglich werden die Säcke an einen inzwischen riesigen Kreis von Kunden in ganz Deutschland verschickt. Jürgen Tönsmann kennt die Pflanze, seitdem er als junger Mann Monate lang in der südwestlichen Sahara und im Süden Marokkos mit dem Motorrad unterwegs war. Dort hörte er auch von der Sage, dass das Jesuskind angeblich auf Deverra Scoparia zur Welt gekommen sein soll. "Auch die vom Islam beeinflussten Nomadenvölker in den Wüstengebieten erzählen sich diese Geschichte", weiß der Weltenbummler Jürgen Tönsmann, der gemeinsam mit Tochter Anne dafür sorgte, dass die Wunderpflanze nicht durch Raubbau fast vernichtet worden wäre. Sie kümmerten sich darum, dass das in kleinen Inseln am Rande der Wüste wachsende doldenartige Gewächs durch nachhaltigen Anbau erhalten blieb, indem sie Abnehmer für die Pflanze in Europa beschafften und somit den Nomadenstämmen und -familien eine Einnahmequelle besorgten. "Auf Pferde hat es eine stärkende, auch heilende Wirkung", weiß Anne Tönsmann. Sie habe mehrfach erlebt, wie schnell kranke Vierbeiner wieder auf die Beine kamen, als sie von diesem Kraut fraßen. Aber auch auf Menschen soll es eine positive Wirkung haben. Anne und Vater Tönsmann sowie Rita Obermeier, verantwortlich für die Öffentlichkeit im Unternehmen raten Interessierten: "Als Tee oder auch im Badewasser entfaltet es seine Kraft."

realisiert durch evolver group