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Bad Oeynhausen/Mexico "Ein einzigartiges Land"

Caroline Obermeyer hat in Mexico für ihre Masterarbeit recherchiert

VON NICOLE SIELERMANN
21.12.2012 | Stand 20.12.2012, 19:27 Uhr
Caroline Obermeyer verbringt die Festtage bei der Familie in Eidinghausen, hat sich aber in Mexiko schon mal in Weihnachtsstimmung gebracht. - © FOTO: NW
Caroline Obermeyer verbringt die Festtage bei der Familie in Eidinghausen, hat sich aber in Mexiko schon mal in Weihnachtsstimmung gebracht. | © FOTO: NW

Bad Oeynhausen/Mexico. Schon einmal wanderte Caroline Obermeyer nach Mexico aus. Vor gut vier Jahren lebte die 29-jährige Eidinghausenerin gut ein Jahr auf dem amerikanischen Kontinent – nun zog es die junge Frau erneut in das Land. "Land und Leute haben mich einfach nicht mehr losgelassen", sagt Caroline Obermeyer, die in San Luis Potosi für ihre Masterarbeit im Bereich "Kultur und Management" recherchierte.

Weil sie Mexico vor einigen Jahren so begeistert hat, suchte Caroline Obermeyer Anfang dieses Jahres nach einer neuen Möglichkeit, dort zu arbeiten. "Ich habe nun sechs Monate in San Luis Potosi gelebt und ein Praktikum im Centro Cultural Aleman, ein deutsches Kulturzentrum, absolviert", erzählt Caroline Obermeyer, die sich in ein kleines Internet-Cafe an Mexicos Küste zurückgezogen hat, um von ihrem Aufenthalt zu berichten.

Doch sie hat nicht nur gejobbt, sondern zugleich auch Recherchen und Interviews für ihre Masterarbeit gemacht. "Während meines Studiums habe ich viele Projekte und Events durchgeführt – auch das Institut bietet solche Kulturevents an", erzählt Obermeyer. Somit habe sie sich in den vergangenen Monaten um die Koordination und Organisation von Konzerten gekümmert und auch das CineMa, das erste deutsch-mexikanische Filmfestival organisiert. "Hinzu kamen Ausstellungseröffnungen und die Zusammenarbeit mit hiesigen Museen und Institutionen."

Seit einigen Jahren studiert Caroline Obermeyer "Kultur & Management" an der Hochschule Zittau/Görlitz und schreibt nun über die Kulturstiftung der Deutschen Wirtschaft in San Luis Potosi ihre Abschlussarbeit. "Mexico ist das einizige lateinamerikanische Land und auch das einzige Land weltweit, das zwei unabhängige Kulturstiftungen der Deutschen Wirtschaft hat", berichtet Caroline Obermeyer. Somit schreibt sie nun über das Verhältnis von Wirtschaft und Kultur und darüber, "wie das eine, das andere bedingt", sagt sie. Bereits während des Studiums hat sie in Görlitz bei Siemens gearbeitet und erste Erfahrungen in Sachen Kommunikation gesammelt – welche sie jetzt nutzt, um ihre Masterarbeit zum Thema Unternehmenskommunikation in Bezug auf die Kulturstiftung zu verfassen.

Wenn Caroline Obermeyer nicht gerade für die Kulturstiftung unterwegs ist, genießt sie die Zeit in Mexico.

"Das Land und die Leute sind einfach einzigartig in ihrer Art und Weise", sagt sie schwärmend. Immer sei überall Musik zu hören, alle möglichen Speisen würden mit Chili serviert (einschließlich Obst und Süßigkeiten) und das Klima sei sehr angenehm. Trotzdem kehrt sie bereits Weihnachten dem Land den Rücken, um zu den Eltern nach Bad Oeynhausen zurückzukehren. "Darauf freue ich mich tierisch." Auch wenn es sich komisch anfühle am Strand unter Palmen zu sitzen und an Weihnachten zu denken. "Das Weihnachtsgefühl hält sich hier in Grenzen – obwohl die kitschige Weihnachtsdekoration aus den USA bis hierher schwappt."

Die kommenden Monate wird Caroline Obermeyer bei ihren Eltern wohnen. Nach zehn Jahren des Alleine-Wohnens. Was ein komisches Gefühl sei, aber bestimmt spannend und schön werde. "Ich freue mich, mal wieder mehr Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen", sagt sie.

Die letzten Jahre war dafür nur wenig Zeit. Denn neben dem Auslandsaufenthalt in Mexico verschlug es sie auch in die USA und nach Bulgarien (die NW berichtete mehrfach). "Zudem habe ich auch am anderen Ende von Deutschland studiert – in Dresden und Görlitz."

Was nach dem Abschluss des Studiums passiert – für Caroline Obermeyer steht das noch nicht fest. "Aber das wird sich zeigen – die Welt steht einem ja mit einer Vielzahl an Möglichkeiten offen", sagt sie optimistisch. Jetzt werde sie erst einmal Weihnachten genießen – daheim bei der Familie in Eidinghausen.

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