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Baufachbereichsleiter Arnold Reeker (v. l.), Klimaschutzmanager Dominque Diederich und Energieberater Wolfram Schlingmann. - © FOTO: NICOLE BLIESENER
Baufachbereichsleiter Arnold Reeker (v. l.), Klimaschutzmanager Dominque Diederich und Energieberater Wolfram Schlingmann. | © FOTO: NICOLE BLIESENER

BAD OEYNHAUSEN Engagement für ein besseres Klima

Dominique Diederich ist seit 1. Oktober Klimaschutzmanager der Stadt Bad Oeynhausen

VON NICOLE BLIESENER
09.11.2011

Bad Oeynhausen. Der CO2-Ausstoß soll bis 2020 um 27 Prozent reduziert werden - so lautet das Ziel der Bundesregierung auch das der Stadt Bad Oeynhausen. Basis dieser Berechnung ist das Jahr 2007. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen hat die Stadt seit dem 1. Oktober mit dem 29-jährigen Dominique Diederich einen Klimaschutzmanager.

"Die Stelle wird zu 95 Prozent vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert", erläutert Baufachbereichsleiter Arnold Reeker. "Das ist eine spezielle Förderung für Städte, die sich so wie Bad Oeynhausen im Nothaushalt befinden."

Grundlage dieser Förderung sei allerdings eine entsprechend gute Vorarbeit. Denn seit 2007 sei die Stadt in Sachen Klimaschutz aktiv. Als Beispiele für diese Aktivitäten führt der städtische Energieberater Wolfram Schlingmann die Sanierungsmaßnahmen an den städtischen Gebäuden, die Mitgliedschaft im internationalen Klimabünbnis, aber auch das Klima-Café in der Wandelhalle an, das gleichermaßen als Informationsbörse gilt.

"Herr Diederich soll die Koordinationsstelle Klimaschutz sein", fügt Reeker hinzu. Er soll Projekte anschieben und Aufklärungsarbeit leisten, damit bei Schülern, Bürgern, Unternehmern eine positive Stimmung für den Klimaschutz entsteht.

Die Ansatzpunkte für den Klimaschutzmanager lassen sich direkt am Energieverbrauch in der Stadt ablesen. 33 Prozent der Energie wird in privaten Haushalten verbraucht, mit 28 Prozent ist der Faktor Mobilität am Energieverbrauch und damit am CO2-Ausstoß in der Stadt beteiligt. 37 Prozent entfallen auf Wirtschaftsbetriebe und nur zwei Prozent machen die städtischen Liegenschaften aus.

"Ein Ziel meiner Arbeit ist es, die Sanierungsquote in den privaten Gebäuden zu erhöhen", sagt Dominque Diederich, der in Lüneburg Umweltwissenschaften studiert hat und anschließend in Hannover und Göttingen den Ingenieursstudiengang nachwachsende Rohstoffe und erneuerbare Energien mit dem Schwerpunkt Ressoursenmanagement und Energietechnik.

Einen Schwerpunkt seiner Arbeit sieht Diederich in der Beratung von Hausbesitzern. Die Sanierung von privaten Gebäuden komme dem heimischen Handwerk zugute. "Gebäudesanierung fördert auch die Wertschöpfung in Bad Oeynhausen. Im Moment verbrennen wir viel Geld für Gas und Öl aus fernen Ländern", so Schlingmann.

"Es geht aber ganz konkret um Fördermittel", sagt Dominique Diederich. "Wo kann man Gelder herbekommen." Denn die Entscheidung zur Sanierung sei auch immer eine wirtschaftliche. Neue Fördertöpfe möchte Diederich auch für Bad Oeynhausener Schulen auftun. "Es gibt so viele Wettbewerbe, bei man mitmachen kann."

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