0
NW-Praktikant Maximilian Schillig misst die Schlaglöcher auf der Weserstraße. Links und im Hintergrund sind die gestern gerodeten Bäume zu sehen. Das Teilstück ab Ortsausgang bis zur Vlothoer Straße wird ab Sommer saniert. - © FOTO: NICOLE BLIESENER
NW-Praktikant Maximilian Schillig misst die Schlaglöcher auf der Weserstraße. Links und im Hintergrund sind die gestern gerodeten Bäume zu sehen. Das Teilstück ab Ortsausgang bis zur Vlothoer Straße wird ab Sommer saniert. | © FOTO: NICOLE BLIESENER

BAD OEYNHAUSEN Weserstraße wird im Sommer saniert

StraßenNRW: Einsparungen bei Brücken-Erneuerung bringen 400.000 Euro für früheren Ausbau

VON NICOLE BLIESENER
25.02.2011 | Stand 24.02.2011, 21:13 Uhr

Bad Oeynhausen. 400.000 Euro steckt StraßenNRW ab Sommer in die Sanierung der Weserstraße zwischen der Hermann-Löns-Straße und der Vlothoer Straße. Das Geld hat der Landesbetrieb, der für den Unterhalt der Straße zuständig ist, an anderer Stelle eingespart. "Die Sanierung einer Brücke wird günstiger, die Ausschreibung dafür ist gerade erst abgeschlossen", sagt Sven Johanning, Sprecher von StraßenNRW. Das eingesparte Geld soll nun in den Erhalt der Landesstraßen fließen - unter anderem in die Sanierung der Weserstraße.

Unangetastet von der jetzt umfangreicheren Sanierung bleibt die Position der Weserstraße auf der Prioritätenliste von StraßenNRW. Anfang Februar hatte Jan Müller von der Stadt im Ausschuss für Stadtentwicklung verkündet, die Weserstraße sei in der Priorität von Platz 24 auf Rang 12 vorgerückt. "Das bedeutet, dass sie bei der derzeitigen Haushaltslage frühestens 2018 realisiert werden kann", so Müller im Ausschuss.

Mit dem Ausbau des Abschnitts zwischen Hermann-Löns-Straße und der Straße "Zur Hüffe" könne nun durch die überraschend zur Verfügung stehenden Mittel früher begonnen werden. "Diese 200 Meter sind total kaputt", sagt Sven Johanning. Auf diesem Teilstück wird nicht nur die Fahrbahn runderneuert, sondern auch der Radweg ausgebaut.

"Die Fahrbahndecke muss bis auf die Schotterschicht abgetragen werden", erläutert der StaßenNRW-Sprecher. Und auch die müsse überprüft werden.

Für den Radweg muss die Straße geringfügig nach Süden verschoben werden. Da die Straße somit breiter wird, mussten auf der südlichen Seite ein paar Bäume weg. Und diese Rodungsarbeiten wurde gestern bereits erledigt. Denn nach dem nordrhein-westfälischen Naturschutzgesetz darf nur bis Ende Februar gefällt und geschnitten werden (die NW berichtete).

Auch das sehr, sehr schlechte Teilstück bis zur Hüffer Straße, also die folgenden etwa 120 Meter, sollen einen Radweg erhalten. "Den baut die Stadt."

Stadtpressesprecher Rainer Printz bestätigt die Zusammenarbeit: "Der Radweg ist beim Land beantragt. Die Kosten schätzen wir derzeit auf 40.000 bis 50.000 Euro, von denen die Hälfte voraussichtlich das Land übernimmt."

Der Unterschied zwischen sehr, sehr schlecht und total kaputt ist für Verkehrsteilnehmer auf der Weserstraße nur schwer zu erkennen. Denn für den Asphaltuntergrund-Unkundigen ist die gesamte Weserstraße zwischen Hermann-Löns-Straße und Vlothoer Straße ein einziges großes Schlagloch. "Schlagloch ist aber nicht gleich Schlagloch", weiß Sven Johanning. "Wir haben spezielle Messfahrzeuge, mit denen wir das Ausmaß der Schäden in den unterschiedlichen Straßenschichten ermitteln können."

An manchen Stellen reiche es aus, die maroden Stücke großflächig herauszufräsen und zu verfüllen. An anderer Stelle - beispielsweise dem Stück zwischen Autobahnbrücke und der Vlothoer Straße - sei Dünnschichtasphalt verwendet worden. "Der lässt sich nicht flicken, das sind große Flatschen herausgebrochen, hier muss die Fahrbahn vollständig abgefräst werden." Die komplette Sanierung der Weserstraße soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein - immer unter der Voraussetzung, dass das Wetter mitspiele, so Sven Johanning. Ziel der Sanierung sei es, die Weserstraße für die nächsten acht bis zehn Jahre in Ordnung zu bringen. 2018 soll dann gemäß Prioritätenliste der komplette Umbau erfolgen.

Newsletter abonnieren

Update zum Mittag

Die neuesten Entwicklungen und wichtigsten Hintergründe zum Ausbruch von Covid-19 und Neuigkeiten aus OWL und der Welt.

Wunderbar. Fast geschafft!

Kommentare

Die Kommentarfunktion für diesen Artikel ist deaktiviert.

nw.de bietet Ihnen unter vielen Artikeln und Themen die Gelegenheit, Ihre Meinung abzugeben, mit anderen registrierten Nutzern zu diskutieren und sich zu streiten. nw.de ist jedoch kein Forum für Beleidigungen, Unterstellungen, Diskriminierungen und rassistische Bemerkungen. Deshalb schalten wir bei Artikeln über Prozesse, Straftaten, Demonstrationen von rechts- und linksradikalen Gruppen, Flüchtlinge usw. die Kommentarfunktion aus. Näheres dazu lesen Sie in unseren Nutzungsbedingungen für die Kommentarfunktion (Netiquette) und in dem Kommentar unseres Chefredakteurs Thomas Seim zur Meinungsfreiheit im Forum der NW.

realisiert durch evolver group