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Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Dehme versorgen Christina Lipkas (hinten, gelbe Weste) Türen mit Sandsäcken. Das Wasser steht bereits wenige Zentimeter auf der Terrasse. - © FOTO: NICOLE SIELERMANN
Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Dehme versorgen Christina Lipkas (hinten, gelbe Weste) Türen mit Sandsäcken. Das Wasser steht bereits wenige Zentimeter auf der Terrasse. | © FOTO: NICOLE SIELERMANN

BAD OEYNHAUSEN Hallig Dehme

Weser steigt auf 6,33 Meter / Höfe mit Sandsäcken gesichert

VON NICOLE SIELERMANN
17.01.2011 | Stand 16.01.2011, 22:17 Uhr

Bad Oeynhausen-Dehme. So ähnlich muss das Leben auf einer großen Hallig sein. Neugierige, die vor dem Wasser halten, winken, fotografieren. Manch einer traut sich sogar mit Gummistiefeln durch das fasst knietiefe Wasser.

Seit Samstag sind der Alte Postweg und der Lohbuscher Weg in Dehme aufgrund des Hochwassers stellenweise unpassierbar. Auf drei weiteren Zufahrtswegen steht zentimerhoch das Wasser. Mit 6,33 Meter erreichte die Weser am späten Samstagabend ihren Höchststand der letzten Jahre. Die Feuerwehr Dehme versorgte einige Anwohner mit Sandsäcken.

Christina Lipka nimmt es gelassen. Als die Feuerwehr vor ihrem kleinen Häuschen vorfährt schwappt das Wasser zwar bereits auf die Holzterrasse, vom Haus selbst ist es aber noch etwas entfernt. "Als ich heute morgen weggefahren bin, stand es noch einige Zentimeter unterhalb der Terrasse", sagt Lipka. "Wir haben auf dem Bauhof 700 Sandsäcke vorbereitet", berichtet Dirk Starke, Löschgruppenführer der Freiwilligen Feuerwehr Dehme. 300 verteilen sie bei Lipka und zwei weiteren Anwohnern.

Ein weiterer mit Sandsäcken beladener Lkw steht laut Stadt-Pressesprecher Rainer Printz auf der Feuerwache bereit. Zu diesem Zeitpunkt gehen Feuerwehr und der niedersächsicher Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz noch von einem Anstieg um 50 Zentimeter und einem erwarteten Höchststand von 6,80 Meter für 22 Uhr aus. Doch der Pegel pendelt sich bei etwa 6,30 Meter ein. Am Sonntag dann heißt es Tendenz fallend. Bis das Wasser in den nächsten Tagen zurückgeht, kontrolliert die Feuerwehr die betroffenen Gebiete.

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