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Michael Gronau steigt als Veranstalter bei der Innenstadt-Fete aus (unser Archiv-Bild zeigt die Ecke Herforder Straße/Klosterstraße). Sein Nachfolger (r.) möchte den Erhalt des Festesichern und sieht in der Organisation noch Einsparmöglichkeiten. - © FOTOS: PETER STEINERT / MONTAGE: THOMAS GRUNDMANN
Michael Gronau steigt als Veranstalter bei der Innenstadt-Fete aus (unser Archiv-Bild zeigt die Ecke Herforder Straße/Klosterstraße). Sein Nachfolger (r.) möchte den Erhalt des Festesichern und sieht in der Organisation noch Einsparmöglichkeiten. | © FOTOS: PETER STEINERT / MONTAGE: THOMAS GRUNDMANN

Bolte, übernehmen Sie!

Zukunft der Innenstadt-Fete gesichert / Organisator Michael Gronau übergibt an Werster Veranstalter

VON PETER STEINERT UND DANIEL LUTHER
29.04.2009 | Stand 28.04.2009, 20:58 Uhr

Bad Oeynhausen. Seit gestern ist es offiziell: Bernd Bolte (48) übernimmt vom ein Jahr älteren Michael Gronau die Organisation der Innenstadt-Fete (die NW berichtete exklusiv). Gronau zog damit nach 30-jährigem Engagement beim Fest von Bürgern für Bürger einen Schlussstrich. Für ihn waren sinkende Einnahmen und gleichzeitig steigende Kosten nicht mehr vereinbar. Bolte sieht seinerseits Einsparpotenziale sowie zusätzliche Einnahmemöglichkeiten. "Wir werden Zöpfe abschneiden müssen." Und will so die Zukunft der Innenstadt-Fete sichern.

"Nein." Mit dem "Blauen Band der Weser" wollte Bernd Bolte (BeBo-Event) nichts zu tun haben. "Man hat mich gefragt, ich habe abgelehnt", sagt der Werster und erntet von Michael Gronau Zustimmung. "Das habe ich auch mal gemacht." Die beiden Veranstalter zeigen sich beim gestrigen Gespräch mit der Presse im Rehmer Bürgerhaus einig. Wobei der eine zufrieden darüber ist, etwas losgeworden zu sein. Und der andere darüber, etwas bekommen zu haben. Etwas, das für Veranstalter zumindest attraktiver zu werden verspricht, als das "Blaue Band der Weser".

Bis zu 50.000 Besucher hatte Michael Gronau an den beiden Festtagen, jeweils vor den großen Ferien, in Bad Oeynhausens City gezählt. "Das ist die meistbesuchte Veranstaltung der Stadt", sagt der 49-Jährige, der zuletzt auf die Unterstützung der Kommune verzichten musste. Und deswegen nicht mit Kritik spart. "Es gibt andere Veranstaltungen, die werden komplett durchfinanziert", sagt Gronau, der auf Nachfrage Beispiele nicht nennen mag.

Seinen Abschied von der Innenstadt-Fete habe er sich dennoch nicht leicht gemacht. Ein Weitermachen sei nur unter zwei Aspekten möglich gewesen: "Entweder man kommt an mehr Geld oder man kappt die Leistung." Beides sei nicht möglich gewesen, die Alternative ergab sich in Bernd Bolte: "Ich wollte jemanden finden, der das fortsetzt." Denn, auch darin sind sich die beiden Macher einig: "Die Innenstadt-Fete gehört zu Bad Oeynhausen."

Vier Wochen, schätzt Bernd Bolte, habe er Zeit, um die am 26. und 27. Juni stattfindende Fete auf die Beine zu stellen. "Das ist machbar. Als ich beim Vlothoer Stadtfest einstieg, hatte ich nur drei Wochen Zeit. Das hat auch geklappt." Zudem er auf bewährte Kontakte zugreifen könne, mit denen er neben Vlotho unter anderem "Gohfeld feiert" und den "Bierboulevard" auf der Aqua Magica bewältigt. Finanzierungs-Sorgen macht sich der Organisator nicht. "Ich bin häufig mit wenig Geld in die Veranstaltungen eingestiegen und habe dennoch die Besucher begeistern können", so Bernd Bolte zuversichtlich, der mit der Herforder Brauerei einen festen Partner im Veranstaltungs-Boot sitzen hat und der mit der Stadtsparkasse auf einen weiteren Förderer hoffen darf. "Dazu sollen mehrere Klein-Sponsoren kommen" – auf die hatte Michael Gronau in der Vergangenheit freiwillig verzichtet.

Am Konzept werde, verspricht Bolte, nichts geändert. An eine Ausweitung auf den Sonntag ist dementsprechend nicht gedacht. "Ich weiß gar nicht, ob sich das rechnet", sagt Bernd Bolte, dem umgehend Michael Gronau zur Seite springt: "In allen Köpfen der Bad Oeynhausener ist bei der Innenstadt-Fete nur der Freitag und der Samstag gespeichert."

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