Die vormontierten Stahlkörbe sollen den unterirdisdchen Brückenpfeilern Halt geben. - © Jörg Stuke
Die vormontierten Stahlkörbe sollen den unterirdisdchen Brückenpfeilern Halt geben. | © Jörg Stuke

NW Plus Logo Bad Oeynhausen Im siebten Anlauf: Baustart an Flutmuldenbrücke in Bad Oeynhausen

Die Bohrarbeiten für die Fundamente haben begonnen und sollen bis Mitte Mai dauern. Dann soll die alte Brücke längs in der Mitte durchgesägt werden.

Jörg Stuke

Bad Oeynhausen. Aller guten Dinge sind - sieben. Zumindest im Fall der Flutmuldenbrücke. Sechs Mal musste der Landesbetrieb Straßen NRW den Starttermin für Abriss und Neubau der Brücke an der Eidinghausener Straße verschieben. Nun aber hat es endlich geklappt: Zwei große Bohrer haben am Montag damit begonnen, 44 tiefe Löcher an den nördlichen und südlichen Brückenenden in den Untergrund zu treiben. Sie werden die Fundamente für die neuen Widerlager der Flutmuldenbrücke aufnehmen.

Meter für Meter arbeiten sich die beiden Großgeräte, jedes 75 Tonnen schwer, in den Untergrund der Eidinghausener Straße. Bei jedem Bohrgang schaffen sie rund einen Meter, dann muss der Bohrkern nach oben gezogen und der schlammig-tonige Boden in die Schaufel eines Radladers geschüttelt werden. Während das Bohren selbst noch relativ ruhig vonstatten geht - abgesehen vom sonoren Brummen der 400 PS starken Dieselmotoren - ist der Lärm dieses "Schlammabklopfens" weit zu hören.

Rund einen halben Tag rechnen die Arbeiter pro Bohrloch. Ist ein Loch bis in 16 Meter Tiefe hinab getrieben, dann wird unmittelbar die vormontierte Stahl-Bewehrung darin versenkt und die unterirdische Säule ausbetoniert. "In jedes Bohrloch passen etwa zehn Kubikmeter Beton", hat Sven Johanning, Pressesprecher von Straßen NRW, ausgerechnet. 15 Werktage lang sollen die Bohrer in Aktion sein. "Bis zum 13. Mai sollen diese Arbeiten planmäßig abgeschlossen sein", kündigt er an.

Am 16. Mai kommen die Bombensucher zurück

An den beiden Enden der Flutmuldenbrücke stehen die beiden Großbohrer. - © Jörg Stuke
An den beiden Enden der Flutmuldenbrücke stehen die beiden Großbohrer. | © Jörg Stuke

Am Montag darauf, dem 16. Mai, kommen dann noch einmal die Experten vom Kampfmittelräumdienst auf die Baustelle. Sie sollen dann die "Verdachtsstelle" untersuchen, die bei den ersten Erkundungen des Untergrunds aufgefallen war. "Das haben sie in der vergangenen Woche nicht mehr geschafft", sagt Johanning. Da die verdächtige Stelle, an der die Sonden der Bombensucher Metallisches im Untergrund entdeckt haben, aber nicht unmittelbar im Bereich der Bohrungen liegt, könne die genaue Untersuchung auch bis zum Abschluss der Bohrarbeiten warten, erläutert der Pressesprecher von Straßen NRW.

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