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Es schneit: Ausgelassenheit herrscht auf der Bühne, als Schnee vom Himmel fällt. - © Nicole Sielermann
Es schneit: Ausgelassenheit herrscht auf der Bühne, als Schnee vom Himmel fällt. | © Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen/Löhne Bad Oeynhausener wirken bei Weihnachtsstück der Freilichtbühne Porta mit

Das Ensemble der Goethe-Freilichtbühne Porta begeistert mit dem Stück "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" im Mindener Stadttheater. Die Botschaft vom eigentlichen Sinn kommt beim Publikum an.

Nicole Sielermann
03.12.2019 | Stand 03.12.2019, 15:47 Uhr

Minden/Bad Oeynhausen. Es glitzert. Es schneit. Es gibt Weihnachtsmänner, Nussknacker, liebe und böse Kinder, Engel, Kobolde, Plätzchen. Und am Ende siegt das Gute. Zutaten, die eine gute Weihnachtsgeschichte braucht. Und so ist es kein Wunder, dass das Ensemble der Goethe-Freilichtbühne Porta Westfalica das Premierenpublikum im Mindener Stadttheater mit dem Stück "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" begeisterte. Mit auf der Bühne standen auch Daniel Meier aus Bad Oeynhausen und Frank Budde aus Löhne.

Minden/Bad Oeynhausen. Es glitzert. Es schneit. Es gibt Weihnachtsmänner, Nussknacker, liebe und böse Kinder, Engel, Kobolde, Plätzchen. Und am Ende siegt das Gute. Zutaten, die eine gute Weihnachtsgeschichte braucht. Und so ist es kein Wunder, dass das Ensemble der Goethe-Freilichtbühne Porta Westfalica das Premierenpublikum im Mindener Stadttheater mit dem Stück "Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel" begeisterte. Mit auf der Bühne standen auch Daniel Meier aus Bad Oeynhausen und Frank Budde aus Löhne. Judith Röser bringt Schwung in die Adventszeit. Die Regisseurin lässt die Akteure vor und hinter dem Vorhang, mitten im Publikum oder auch in der Loge agieren. So bleibt schon gleich zu Beginn der Vorhang unten, die Stimmen kommen aus dem Off, machen vielleicht auch die zwei Welten deutlich, in denen das Stück spielt. Denn da ist zum einen der Nebelweg, in den Niklas Julebukk (Rainer Koch), der letzte echte Weihnachtsmann, mit seinem Wohnwagen gestürzt ist. Und da ist das verschneite Weihnachtsland, wo Waldemar Wichteltod (Sven Hering) sein Unwesen treibt und mit Hilfe seiner Nussknacker (Moritz Glöckner und Daniel Meier) den Weihnachtsmännern die Stiefel auszieht. Was ihren Tod bedeutet und sie innerhalb von 24 Sekunden zu Schoko-Weihnachtsmännern werden lässt. Doch Julebukk ist ihm bisher entkommen. Für die Kinder Ben (Lep Pape) und Charlotte (Katy Runge) die Chance, ein echtes Weihnachtsfest zu erleben - mit selbstgebauten Geschenken von Julebukk und seinen Helfern; dem Engel Matilda (Geena Feldkötter) und dem Kobold Fliegenbart (Frank Budde). Wichteltod hasst Glitzer Julebukk liebt seinen Beruf. Und so streut der Weihnachtsmann, der sich selbst zu dünn und zu jung für einen Weihnachtsmann findet, am liebsten glänzenden Staub in die Gärten, lässt Nordpolglühwürmchen in den Bäumen tanzen oder zaubert Schnee auf die Erde. Doch in diesem Jahr ist er auf der Flucht. Weil der große Weihnachtsrat auf billiges und lautes Plastikspielzeug setzt und Wichteltod, der nichts mehr hasst als Glitzer, Jagd auf Julebukk und seine Helfer macht. Doch im Nebelweg gibt es Helfer - Kinder, die sich nichts sehnlicher wünschen als ein richtiges Weihnachtsfest mit viel Schnee. Und es gibt Mike (Matti Glöckner). Ein echtes Ekelpaket eines Heranwachsenden. Es sind die kleinen Dinge, die das Stück der Freilichtbühne, das ursprünglich aus der Feder von Kinderbuchautorin Cornelia Funke stammt, ausmachen. Die spitzen grünen Koboldohren, das leuchtende Engelskleid, der ferngesteuerte Hund, der Engelschor (Antje Glöckner, Skrollan Grünewald, Aimée Traue, Alina Traue) oder der Topflappen häkelnde Nussknacker setzen Akzente im Stück. Ein Höhepunkt für die Zuschauer ist aber sicherlich der Moment, in dem es tatsächlich schneit, als dicke weiße Flocken vom Himmel fallen und Schneebälle über die Bühne sausen. Komplettiert wird das Ganze mit der Musik von Michael Wiehagen, die durch die musikalische Leiterin des Stückes, Karolin Koldehoff, umgesetzt wird - alles in allem einprägsame, weihnachtliche Klänge. Bezaubernde Weihnachtsgeschichte Es ist ein Spiel mit dem Publikum, eine Weihnachtsgeschichte, die die Zuschauer nicht außen vor lässt. Und so wundert es nicht, als sich Wichteltod und seine Nussknacker auf der Suche nach dem Weihnachtsmann durch die Reihen im Saal drängen oder den Zuschauern in der Pause Bilder mit seinem Konterfei unter die Nase halten. Vor allem die kleinen Besucher haben einen Riesenspaß dabei, die "Bösen" in die Irre zu schicken. Und letztlich kommt alles wie es in der Vorweihnachtszeit kommen muss: das Gute siegt. Und das Böse wird - natürlich zu einem Schoko-Weihnachtsmann. Entstanden ist ein zauberhaftes Stück, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen auf die besinnliche Zeit einstimmt. Dass es beim Publikum ankommt, zeigen die Zahlen: Viele Vorstellungen (auch die Schulvorstellungen) sind bereits ausverkauft, es gibt nur noch wenige Restkarten für die Adventswochenenden. Weitere Vorstellungen Weitere Vorstellungen sind am Samstag, 7. Dezember, 16 Uhr; Sonntag, 8. Dezember, 11 und 15 Uhr; Mittwoch, 18. Dezember, 17.30 Uhr; Donnerstag, 19. Dezember, 17.30 Uhr; Freitag, 20. Dezember, 17.30 Uhr sowie Sonntag, 22. Dezember, 16 Uhr. Karten für alle anderen Vorstellungen gibt es beim Express Ticketservice in Minden, Tel. (0571) 8 82 77 (montags bis freitags 9 bis 18 Uhr, samstags 10 bis 14 Uhr).

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