Die Polizei stand kurz nach Bekanntwerden der Taten für Zeugenaussagen in der Innenstadt zur Verfügung. Wie viele die Möglichkeit nutzten, ist unklar. - © Thorsten Gödecker
Die Polizei stand kurz nach Bekanntwerden der Taten für Zeugenaussagen in der Innenstadt zur Verfügung. Wie viele die Möglichkeit nutzten, ist unklar. | © Thorsten Gödecker

Bad Oeynhausen Sexueller Missbrauch: "In Bad Oeynhausen hat jemand weggeschaut"

Die Sozialpädagogin Finola Nieratschker arbeitet für die Fachberatung "Wildwasser". Kinder und Eltern müssten stark gemacht werden, um sexuellen Missbrauch abzuwenden. Sie erklärt, wie das geht.

Nicole Sielermann

Bad Oeynhausen/Minden. Der pädophile Fremde, der irgendwo aus den Büschen springt - ein Mythos. "Den hätte die Gesellschaft gern als Täter", winkt Finola Nieratschker ab. Dabei kommen im Fall von sexuellem Missbrauch 85 Prozent der Täter aus dem sozialen Nahraum der Kinder. Unauffällige Menschen. "Das sind meist nicht die Monster, die wir gern hätten", sagt die Diplom-Sozialpädagogin, die seit zehn Jahren bei "Wildwasser", der Mindener Fachberatungsstelle gegen sexualisierte Gewalt an Mädchen und Frauen, für die Prävention zuständig ist...

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