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Jens Freimann (Stadtwerke, v. l.), Stadtwerke-Vorstand Andreas Schwarze, Mike Süggeler (Westfalen Weser Netz) und Bürgermeister Achim Wilmsmeier an der neuen Strom-Tankstelle vor dem Rathaus. - © Nicole Bliesener
Jens Freimann (Stadtwerke, v. l.), Stadtwerke-Vorstand Andreas Schwarze, Mike Süggeler (Westfalen Weser Netz) und Bürgermeister Achim Wilmsmeier an der neuen Strom-Tankstelle vor dem Rathaus. | © Nicole Bliesener

Bad Oeynhausen Neue Strom-Ladesäule vor dem Bad Oeynhausener Rathaus

E-Mobilität: Stadt, Stadtwerke und Westfalen-Weser-Netz präsentieren neue Ladesäule vor dem Rathaus. Im nächsten Jahr sollen weitere folgen. Bargeldloses Bezahlen über App oder QR-Code.

Nicole Bliesener
13.08.2019 | Stand 15.08.2019, 10:53 Uhr

Bad Oeynhausen. Parken, laden, shoppen oder einen Termin im Rathaus wahrnehmen – so könnte es künftig gehen. Mit einer neuen Ladestation am Rathaus für zwei E-Autos erweitern die Stadtwerke Bad Oeynhausen und die Stadt das – derzeit noch sehr überschaubare – Netz an öffentlichen Ladestationen in der Innenstadt. Jeder Beitrag zur Förderung von E-Mobilität ist wichtig „Angesichts des Klimawandels müssen wir uns beim Thema Mobilität den Herausforderungen der Zukunft stellen", sagte Bürgermeister Achim Wilmsmeier bei der Präsentation der neuen Ladesäule. Dabei sei jeder Beitrag wichtig, der die Menschen von Verbrennungsmotoren hin zu umweltfreundlicheren E-Autos führt. „Die Ladeinfrastruktur ist für E-Auto-Besitzer ein wichtiger Faktor", sagte Stadtwerke-Vorstand Andreas Schwarze. „Wenn das Netz an Stromtankstellen immer dichter wird, erhöht sich auch der Anreiz, beim nächsten Autokauf vielleicht auf ,elektrisch’ umzusteigen." Zugelassen sind in Bad Oeynhausen nach Auskunft von Stadtsprecher Volker Müller-Ulrich derzeit acht E-Autos und 237 teil-elektrisch betriebene – sogenannte Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge. Die Stadtwerke haben die Ladesäulen in Kooperation mit der Westfalen-Weser-Netz errichtet. Die Säule hat zwei Ladepunkte und kostet rund 8.500 Euro. Im kommenden Jahr, so verspricht Schwarze, sollen weitere Ladesäulen installiert werden. Kostenloses Tanke im Parkhaus Sültebusch Weitere öffentliche Ladestationen gibt es vor der Auferstehungskirche an der von-Möller-Straße, an der Weserstraße bei den Stadtwerken, dem Herz- und Diabeteszentrum, am WEZ an der Weserstraße, bei der Gasversorgung Westfalica an der Steinstraße, am Werrepark und im Parkhaus Sültebusch. „Dort kann man sogar kostenlos Strom tanken", betont SBO-Vorstand Andreas Schwarze. Auch das Seniorenzentrum Bethel am Hambkebach bietet seinen Besuchern eine kostenlose E-Tanksäule. „Je leichter man es macht, diese Fahrzeuge schnell und kostenlos mit Strom zu zu betanken, desto eher lassen sich die Menschen begeistern und mitreißen", erklärt Bethel-Geschäftsführer Joachim Knollmann. Kostenlose E-Tankstellen werden aber sicher nicht das Modell der Zukunft sein, sondern wohl nur ein zeitlich begrenzter Anreiz. An den Ladesäulen, die die Stadtwerke betreiben, wird zertifizierter Öko-Strom „ausgeschenkt". 300 Kilometer Reichweite im Stadtverkehr Das E-Auto der Stadtwerke, das bei der Präsentation betankt wird, „verbraucht im Stadtverkehr etwa 20 Kilowattstunden  Strom pro 100 Kilometer", erklärt SBO-Mitarbeiter Jens Freimann. Der Wagen habe eine Reichweite von etwa 300 Kilometern. An der Ladesäule können 22 Kilowattstunden pro Stunde aufgetankt werden. Für den Ladevorgang können E-Auto-Fahrer kostenlos parken – mit Parkscheibe für maximal zwei Stunden. Bezahlt wird bargeldlos, entweder über eine App, mit einem elektronischen Ladeschlüssel oder per QR-Code. „Die Parkplätze sind entsprechend markiert und der Bereich Sicherheit und Ordnung wird das auch kontrollieren. Es wäre schade, wenn der Fahrer eines E-Autos sich im Internet eine bestimmte Säule ausgesucht hat und ausgerechnet die ist dann durch einen Verbrenner zugeparkt", sagt Bürgermeister Achim Wilmsmeier. Generell denke die Stadt derzeit auch über einen Antrag der CDU-Fraktion nach, die E-Mobilität auch durch weitere Anreize zu fördern, zum Beispiel durch zeitweise freies Parken für Autos mit E-Kennzeichen. Die Kilowattstunde Strom kostet an der Ladesäule 38 Cent. „Wer sein E-Auto zu Hause auflädt, zahlt derzeit 29 Cent", ergänzt Andreas Schwarze auf Nachfrage der NW. Aus dieser Differenz werde die Infrastruktur finanziert – eben die Ladesäulen sowie die Abrechnungsmodalitäten.

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