Das eine Becken im neuen Bad würde ausreichen, um alle Grundschulklassen terminlich zu berücksichtigen. - © Ingo Kortmann
Das eine Becken im neuen Bad würde ausreichen, um alle Grundschulklassen terminlich zu berücksichtigen. | © Ingo Kortmann

Kommentar Lehrschwimmbecken soll bleiben – Will der Sportverband nur ein Seniorenbad?

Der Sportverband will, dass nach dem Hallenbad-Neubau trotzdem nur das Lehrschwimmbecken für den Unterricht genutzt wird – was steckt dahinter?

Nicole Sielermann
13.07.2019 | Stand 13.07.2019, 11:37 Uhr

Natürlich müssen Kinder schwimmen lernen, gar keine Frage. Und trotzdem hat die Forderung des Stadtsportverbandes, die Lehrschwimmbecken auch nach dem Hallenbad-Neubau zu erhalten, einen Beigeschmack. Zuerst haben die alten Herren der Stadtrat-Riege es nicht geschafft, einen Kinderbereich und somit ein familienfreundliches Bad auf den Weg zu bringen. Es ging nicht um Familien Und nun liest sich die Forderung des Stadtsportverbandes auch noch so, als wolle man gänzlich auf Kinder verzichten. Denn sind die raus und weiterhin unter ihresgleichen im ausgelagerten Lehrschwimmbecken, haben die Senioren ihre Ruhe, können die Vereine auch im Vormittagsbereich ihre Wassergymnastikgruppen anbieten. Denn genau das verkörperte schon die Präsentation des neuen Bades im Rat. Da ging es nicht um Familien. Sondern um Abstellgelegenheiten für Rollatoren oder barrierefreie Zugänge für Rollstuhlfahrer. Warum nicht ehrlich sein? Die Forderung nach dem Erhalt der Lehrschwimmbecken aber unter dem Aspekt „Schwimmen ist wichtig, Schwimmen bringt Sicherheit" zu verkaufen, ist verlogen. Warum nicht ehrlich sein? Wir wollen ein Seniorenbad. Das wäre mal eine Aussage mit Wahrheitsgehalt.

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